Wettkampf freiwillig verloren

Klares Zeichen: Dieser Schwimmer bleibt nach Barcelona-Anschlag einfach stehen

Fernando Álvarez setzte ein klares Zeichen.

Als der Startschuss fiel, blieb der spanische Schwimmer Fernando Álvarez stehen und verlor den Wettkampf. Für seine Verweigerung gibt es einen guten Grund. 

Der Terroranschlag von Barcelona war erst vor wenigen Tagen, und die Menschen trauern. Das wollte auch Fernando Álvarez. Der spanische Schwimmer bat die Organisatoren der „World Masters Championships“ um eine Schweigeminute, um den Opfern zu gedenken. 

Wie die spanische Zeitung „Marca“ berichtete, lehnten dies die Organisatoren der Senioren-Meisterschaft in Budapest allerdings ab und gaben den Startschuss. Als alle Athleten ins Wasser sprangen, um zum 200-Meter-Schwimmen anzutreten, blieb der Spanier stehen und setzte damit ein Zeichen. 

Für seine Aktion wird Fernando Álvarez nun im Internet gefeiert. Sein Heimatverein „Natación Cádiz“ stellte das Video, das ihn zeigt, wie er sich weigert loszuschwimmen, auf Facebook. Es wurde bereits tausendfach geklickt. 

https://www.facebook.com/natacioncadiz.natacioncadiz/videos/1713522402286663/

Bei den Attentaten in Barcelona und Cambrils waren 14 Menschen getötet worden.

Auf der berühmten Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona war am Donnerstagnachmittag ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei starben 13 Menschen. Im rund hundert Kilometer weiter südlich gelegenen Cambrils lenkten Angreifer gegen Mitternacht einen Pkw in eine Gruppe von Passanten, eine Frau starb. Es gab insgesamt etwa 120 Verletzte. Zu der Tat in Barcelona bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

Die Opfer der beiden Anschläge stammten aus mindestens 35 Ländern, es gab mindestens 13 verletzte Deutsche. 59 Verletzte befanden sich am Samstag noch im Krankenhaus. 15 Verletzte kämpften laut katalanischem Innenministerium weiter um ihr Leben. Die Todesopfer stammten unter anderem aus Italien, Belgien, Portugal, Kanada, den USA und Argentinien.

Alle aktuellen Entwicklungen nach dem Terroranschlag von Barcelona können Sie hier in unserem Ticker lesen.

pro mit AFP

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