Frauen verschleppt

Mindestens zehn Tote bei Konflikten in Nigeria

Abuja - Bei Angriffen im Nordosten Nigerias sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Weitere wurden entführt. Wer hinter der ethnischen Attacke steckt ist  unklar.

Bei Ausbrüchen schwerer ethnischer Gewalt im Nordosten Nigerias sind vermutlich zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe auf zwei Dörfer im Bundesstaat Taraba hätten sich am Dienstag ereignet, sagte der örtliche Polizeisprecher Joseph Kwaji am Mittwoch. Ein Lokalpolitiker erklärte: „Uns wurde mitgeteilt, dass mindestens zehn Menschen getötet und zahlreiche Marktfrauen von den Tätern entführt wurden.“

Die Bewohner der überwiegend muslimischen Ortschaften machten Christen der Volksgruppen Tarok und Jukun verantwortlich. Ein Sprecher der Tarok widersprach diesen Angaben. „Warum sollten wir denn so eine Attacke durchführen?“, sagte er.

Ein Augenzeuge berichtete, die Angriffe seien mit hoch entwickelten Waffen ausgeführt worden. Die Angreifer hätten auch über 100 Häuser in Brand gesteckt.

dpa

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