Abstimmung auf Parteitag

Söder als CSU-Chef wiedergewählt - doch das Ergebnis ist ein kleiner Dämpfer für ihn

Bayerns Ministerpräsident: Markus Söder von der CSU.
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Bayerns Ministerpräsident: Markus Söder von der CSU.

Bei ihrem Parteitag in Nürnberg bestätigt die CSU Markus Söder als Parteivorsitzenden. Beim letzten Mal erzielte Bayerns Ministerpräsident ein besseres Ergebnis.

  • Markus Söder* wird als CSU-Chef wiedergewählt.
  • Der CSU-Parteitag will damit ein Zeichen der Geschlossenheit aussenden.
  • Dieser Ticker zur Wiederwahl von Söder wird fortlaufend aktualisert.

Update vom 10. September, 17.50 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist auf dem CSU-Parteitag* am Freitag in Nürnberg mit großer Mehrheit in seinem Amt als Parteichef bestätigt worden. Söder erhielt als einziger Kandidat 600 der 685 gültigen Delegiertenstimmen. Dies ist mit 87,6 Prozent der Stimmen ein schlechteres Ergebnis als bei der zurückliegenden Wahl im Oktober 2019, als er 91,3 Prozent erhalten hatte.

CSU-Parteitag in Nürnberg: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder steht vor Wiederwahl

Erstmeldung vom 10. September: Nürnberg - Es soll für Markus Söder ein Heimspiel werden: seine Wiederwahl in Nürnberg als CSU-Chef. Zum Auftakt des zweitägigen Parteitags steht dieser Punkt auf dem Programm. Seine Wiederwahl gibt als sicher, das genaue Ergebnis verrät dennoch ein bisschen was über den Zustand der Partei kurz vor der Bundestagswahl*.

Nach außen hin versucht die Union Geschlossenheit zu demonstrieren. Doch einzelne Zitate wie etwa von CSU-Generalsekretär Markus Blume und vor allem schlechte Umfragewerte* schaffen eine unterkühlte Stimmung bei den Christdemokraten und Christsozialen. Söder spricht entsprechend von einem entscheidenden Wochenende, das nun ansteht. Das große Wort der „Trendwende“ steht im Raum.

Wiederwahl von Söder zum CSU-Chef beim Parteitag: Dieses Mal mehr als 87,4 Prozent?

Die turnusmäßige Neuwahl des CSU-Chef auf dem Parteitag steht direkt am Freitag an. Um 15 Uhr beginnt der Parteitag, rund 900 Delegierte sind in Nürnberg geladen. Bayerns Ministerpräsident ist seit Anfang 2019 auch Parteichef - damals wurde er mit 87,4 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt.

Söders erneute Wahl gilt trotz der auch in Bayern teils enttäuschenden Umfragen als sicher. In der CSU* wird davon ausgegangen, dass sein Wahlergebnis gerade wegen der Krise sogar besser ausfallen könnte als vor zweieinhalb Jahren. Mit einem schwachen Ergebnis für Söder würde die Parteibasis ein klares Zeichen gegen die viel beschworene Geschlossenheit setzen und so die Erfolgschancen bei der Wahl am 26. September womöglich noch mehr senken.

Droht der „letzte Genickschuss“? Recht geschlossenes Wahlergebnis für Söder wahrscheinlicher

Eine Abrechnung bei diesem Parteitag hätte eine fatale Wirkung, das wissen wohl auch die Söder-Kritiker. Vom „letzten Genickschuss“ ist da laut dpa die Rede. Die Stoßrichtung ist damit klar. Die CSU dürfte sich mit maximaler Geschlossenheit hinter Söder versammeln und so das Signal nach außen senden: Wir stehen hinter dir und - so die Hoffnung - auch hinter dem gerade auch in Bayern umstrittenen Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet*.

„Die Wahl ist nicht gelaufen“: Söder geht optimistisch ins Parteitags-Wochenende

Der CSU-Chef sieht jedenfalls weiterhin Chancen für die Union, die Wahl zu gewinnen. „Die Wahl ist nicht gelaufen, das ist noch gut drehbar“, sagte er dem Handelsblatt. Mit dem CSU-Parteitag und dem Triell der drei Kanzlerkandidaten am Sonntag* habe man dafür eine gute Grundlage. „Jetzt geht es für die Union um alles.“ Den Auftakt bestimmt er mit seiner Wiederwahl selbst. (cibo/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Die Lage vor der Bundestagswahl spaltet CSU-Politiker. Für einige ist Laschet schuld, für andere falsche Umfragen*.

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