Schießerei in Al-Zahra

Libyen: Islamisten töten vier Menschen

Tripolis - Islamisten haben bei einer Attacke in Libyen vier Menschen getötet. Zwei Zivilisten und zwei Soldaten verloren bei einer Schießerei in Al-Zahra ihr Leben.

Das in einem politischen Machtkampf gespaltene Libyen erlebt neue Gewalt durch islamistische Angriffe. Bei einer Schießerei in Al-Zahra nahe der Hauptstadt Tripolis seien zwei Zivilisten und zwei Soldaten gestorben, meldete die libysche Nachrichtenseite Al-Wasat am Donnerstag unter Berufung auf örtliche Rettungskräfte. Die Angriffe hätten am Mittwochabend Anhänger des Islamistenbündnisses Fadschr Libia („Libyens Morgendämmerung“) verübt.

Libyen wird derzeit von den schwersten Zusammenstößen seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 erschüttert. Islamisten kontrollieren weite Teile der Hauptstadt Tripolis. Zwei Parlamente liefern sich einen Machtkampf um die politische Hoheit im Land. Die alte Volksvertretung hatte ihre Arbeit wieder aufgenommen - obwohl Anfang August ein neu gewähltes Parlament zusammengetreten war.

Während im alten Parlament die Islamisten die Mehrheit hatten, sind sie im neuen in der Minderheit. Wegen der unsicheren Lage in Tripolis tagt das neue Parlament in der Stadt Tobruk weit im Osten des Landes.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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