Länder: Bund bei Flüchtlingsfamilien in der Pflicht

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Syrische Flüchtlinge erreichen das Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen in Niedersachsen. Foto: Swen Pförtner/Archiv

Dresden (dpa) - Bei der Integration von Flüchtlingsfamilien und jungen Flüchtlingen hoffen die Länder auf ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes.

Unstrittig sei, dass von Frauen und Familien eine besondere Integrationskraft ausgehe und man für minderjährige Flüchtlinge eine besondere Verantwortung trage, sagte Sachsens Familienministerin Barbara Klepsch (CDU) vor der heute in Dresden beginnenden Jugend- und Familienministerkonferenz von Bund und Ländern. Es sei auch schon viel getan worden. "Aber wir müssen auch Weiteres anschieben."

Maßnahmen für eine gelingende Integration im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe kosteten aber Geld. "Hier sehen wir auch den Bund noch mehr in der Pflicht", sagte Klepsch, die den Vorsitz der Jugend- und Familienministerkonferenz führt, der Deutschen Presse-Agentur.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will mit ihren Länderkollegen auch über einen besseren Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften sprechen. Das Bundeskabinett hatte soeben beschlossen, mit den Ländern zu prüfen, ob weitere bundesgesetzliche Regelungen nötig sind.

Schwesig fordert seit langem, dass der Staat etwas gegen unzumutbare Zustände für schutzsuchende Frauen und Mädchen unternimmt. Diese müssen sich in Unterkünften oft mit Männern Schlafräume, Duschen oder Toiletten teilen. Unter den Ländern ist die Notwendigkeit weiterer gesetzlicher Regelungen allerdings umstritten.

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