In Dresden

Kundgebungen gegen Fremdenhass am Pegida-Aktionstag

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Teilnehmer der Gegendemonstration "Herz statt Hetze" auf dem Theaterplatz in Dresden.

Dresden - Hunderte Menschen haben sich in Dresden am Samstag einer Demonstration gegen den Aktionstag des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses angeschlossen.

Der Zug unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität“ sollte vom Hauptbahnhof quer durch die Innenstadt führen. Er wurde von starken Polizeikräften begleitet, um befürchtete Zusammenstöße mit rechten Pegida-Anhängern zu verhindern. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei zunächst nicht. 

Im Rahmen eines Aktionstages gegen Muslime und Flüchtlinge haben das Pegida-Bündnis und andere rechtspopulistische Bündnisse und Parteien am Samstag europaweit zu Demonstrationen aufgerufen. Auch im australischen Canberra gingen Islamfeinde auf die Straße. Die zentrale Kundgebung in Deutschland sollte am Nachmittag am Dresdner Königsufer stattfinden. Die Polizei rechnet mit etwa 25.000 Demonstranten auf beiden Seiten, darunter auch gewaltbereite.

Teilnehmer der Gegendemonstration "Herz statt Hetze" auf dem Theaterplatz in Dresden.

Glaubensgemeinschaften, Bündnisse, Parteien und Gewerkschaften haben zum Gegenprotest aufgerufen. Am Morgen hatte es in der Dresdener Synagoge einen Gottesdienst gegeben, mit dem die Jüdische Gemeinde ein Zeichen gegen Rechtspopulisten setzen wollte. In seiner Predigt stellte der Pfarrer der benachbarten Frauenkirche, Holger Treutmann, die Angst vor dem Fremden in den Mittelpunkt.

dpa

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