Kölner Fußballfans bedrängen AfD-Chef Lucke im ICE

+
Lucke wurde als "Nazi" beschimpft. Foto: Philipp Schulze/Archiv

Hamm (dpa) - AfD-Chef Bernd Lucke ist auf einer Bahnfahrt von zwei Anhängern des Fußballclubs 1. FC Köln bedrängt worden. Sie sollen den 52-jährigen Co-Vorsitzenden der rechtskonservativen Partei am Samstag auf ihrem Rückweg vom Bundesligaspiel bei Hertha BSC gedrängt haben, aus dem ICE zu steigen.

"Wir wollen keine Nazis hier!", hätten sie zu ihm gesagt, wie "express.de" berichtete. Lucke, der mit seiner Frau im Bistrowagen saß, wies die Neonazivorwürfe laut AfD-Sprecher Christian Lüth zurück.

Ein Zugbegleiter, der versucht hatte, den Streit zu schlichten, alarmierte schließlich die Bundespolizei. Daraufhin seien Beamte in Hamm in den Zug gestiegen. Im Bistrowagen hätten sie den Zugbegleiter und zwei Kölner Fans angetroffen. Lucke hatte das Bahnrestaurant mit seiner Frau verlassen. Hinweise auf eine Straftat habe es nicht gegeben, erklärte die Bundespolizei. Es liege auch keine Anzeige vor.

Das bestätigte auch Lüth. Lucke habe keine Anzeige gestellt. In Wuppertal sei das Ehepaar Lucke regulär ausgestiegen. Er habe dort Termine gehabt, so Lüth.

Express-Bericht

Kommentare

Meistgelesen

Verschärfte Reisehinweise für die Türkei: Was sie für Touristen bedeuten
Verschärfte Reisehinweise für die Türkei: Was sie für Touristen bedeuten
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Rote-Flora-Macher weisen Schuld zurück: „Sind radikal, aber nicht doof“
Rote-Flora-Macher weisen Schuld zurück: „Sind radikal, aber nicht doof“
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen