Wir erklären, was dahinter steckt

Kenia-Koalition: SPD diskutiert angeblich diese ungewöhnliche Option

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Die Flagge von Kenia. 

Die Krise in Berlin treibt offenbar neue Blüten: Nach dem jamaikanischen Farbenspiel denken die Beteiligten angeblich über ganz andere Landesfarben nach: über die von Kenia.

Frank-Walter Steinmeier (r.) und Martin Schulz (beide SPD) auf einem Foto aus dem Jahr 2014.

München - Wie geht es weiter nach Jamaika? Diese Frage wird im politischen Berlin derzeit heiß diskutiert. Eine Neuauflage der großen Koalition scheint in weiter Ferne, nachdem die SPD erneut eine Absage erteilt hat. Grünen-Politikerin Claudia Roth appelliert eindringlich an die SPD, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken. 

Eine Minderheitenregierung? Die Grünen äußerten sich nach den gescheiterten Verhandlungen mit der FDP skeptisch, dass eine Minderheitenregierung zustande kommen könnte. 

Nach Aussage eines NDR-Korrespondenten werden innerhalb der SPD-Fraktion derzeit mehrere Optionen diskutiert - eine mögliche Kenia-Koalition eingeschlossen.

Was ist eine Kenia-Koalition?

Der Name Kenia-Koalition verweist wie Jamaika auf das Farbenspiel der Nationalflagge und hat wenig mit dem afrikanischen Staat Kenia zu tun. Die Farben Schwarz, Rot und Grün stehen für die Parteien CDU/CSU, SPD und Grüne.

Die CDU kommt zusammen mit der CSU auf 246 Sitze im Bundestag, die SPD auf 153 Sitze, und die Grünen würden 67 weitere Sitze hinzufügen. Zusammen wären das 466 Sitze. Ab 355 Sitzen gilt die Regierung als mehrheitsfähig. Das wäre eine deutlich stabilere Alternative zu Jamaika - diese Koalition hätte es nur auf 393 Sitze gebracht. Weiterer Vorteil: Die Grünen könnten als dritte Partei der ehemaligen Großen Koalition neue Impulse geben.

Ein Beispiel, wo Kenia bereits gelingt: Auf Landesebene gibt es seit einem Jahr eine Kenia-Koalition. und zwar in Sachsen-Anhalt. Wirklich harmonisch geht es dort allerdings nicht zu. Immer wieder kracht es in der Koalition, jede Entscheidung ist hart umkämpft. Auch in Sachsen-Anhalt regierten zunächst CDU und SPD miteinander. Die Grünen sind sozusagen „der Neue“ im Bunde. 

In unserem News-Ticker finden Sie alles rund um die Entwicklungen nach dem Jamaika-Aus

Video: Glomex

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