"Wir schaffen das"

Kauder: Kritik an Merkel aus eigenen Reihen schädlich

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Volker Kauder stellt sich hinter Merkel und rügt die CSU.

Berlin - Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat vor allem aus der CSU kommenden Kritikern der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel (CDU) vorgeworfen, die Union insgesamt zu schwächen.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat vor allem aus der CSU kommenden Kritikern der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, die Union insgesamt zu schwächen. "Ich finde, dass wir uns schaden mit solchen Bemerkungen", sagte Kauder am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Es wäre viel besser, wenn wir zusammenhalten".

Allerdings stehe die große Mehrheit in der Unionsfraktion hinter Merkel, hob der CDU-Politiker weiter hervor. Auch gebe es in der Flüchtlingspolitik bereits erhebliche Erfolge und "wir machen eine ganze Menge". Dies jedoch "geht ein bisschen unter, wenn wir uns nicht einig sind".

Auch mit Blick auf den bevorstehenden EU-Gipfel mahnte Kauder zur Einigkeit. "Jetzt geht es darum, dass wir miteinander die zentrale Aufgabe meistern, den Schutz der Außengrenzen, um die Freiheit innerhalb von Europa zu erhalten." Dies sei eine große Herausforderung, doch "wir können das schaffen und wir müssen das schaffen in Europa", griff der Fraktionschef den Leitsatz Merkels in der Flüchtlingspolitik auf.

Kritik übte Kauder an der Abschottungspolitik einiger osteuropäischer Staaten. "Ich mache mir große Sorgen, dass gerade was da teilweise auf dem Balkan passiert, dazu führt, dass Griechenland in die größten Schwierigkeiten kommt." Dies müsse verhindert werden.

Europa sei "viel zu wichtig, als das man es dem Eigensinn von ein paar Wenigen opfern darf", mahnte Kauder. Große Herausforderungen auch im wirtschaftlichen Wettbewerb beispielsweise mit China würden die Europäer nur gemeinsam bestehen können. Auch sei "ja nicht Europa in einem schlechten Zustand, es sind die Nationalstaaten, die Europa schlecht aussehen lassen".

AFP

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