Machtkampf

Jemen: Huthi-Rebellen scheitern mit Vorstoß auf Aden

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Unterstützer der Huthi-Rebellen bei einer Demonstration.

Aden - Die schiitischen Huthi-Rebellen sind im Jemen mit einem Vorstoß auf die zur Hauptstadt erklärte Metropole Aden im sunnitischen Süden des Landes gescheitert.

Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hätten einen Angriff der Huthis abgewehrt, berichtete die Nachrichtenseite Mareb Press am Montag. Mehrere Rebellen seien ums Leben gekommen.

Im Jemen tobt seit Monaten ein Machtkampf, der das Land in ein Chaos gestürzt hat. Die Huthis beherrschen große Teile des Landes, darunter die eigentliche Hauptstadt Sanaa, im mehrheitlich schiitischen Nordwesten. Dort setzten sie im Frühjahr den Präsidenten und die Regierung ab. Hadi floh deshalb ins südjemenitische Aden, das er zur neuen Hauptstadt ausrief.

Am Wochenende marschierten die Huthis weiter Richtung Süden und rückten bis in die Stadt Tais rund 130 Kilometer nördlich von Aden vor. Der jemenitische Außenminister Riad Jassin warnte vor einem Bürgerkrieg im Land. Zugleich rief er die sunnitisch beherrschten Golfstaaten zu einem militärischen Eingreifen auf, um die Ausdehnung der Huthis zu stoppen, wie die Zeitung „Al-Sharq al-Awsat“ am Montag berichtete.

Am Freitag waren in Sanaa bei Selbstmordanschlägen auf zwei vor allem von Huthis genutzte Moscheen rund 140 Menschen gestorben. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Attentaten.

dpa

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