Wegen Freiheitsberaubung von Migranten

Offizielle Ermittlungen gegen Salvini eingeleitet - der kontert mit Video

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Hat Post von der Staatsanwaltschaft bekommen: Italiens Innenminister Matteo Salvini sieht sich Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung gegenüber.

Jetzt wird offiziell wegen Freiheitsberaubung gegen Matteo Salvini ermittelt. Der Innenminister Italiens scheint das entsprechende Schreiben aber nicht ernst zu nehmen.

Rom - Die italienische Staatsanwaltschaft wirft Innenminister Matteo Salvini Freiheitsberaubung von Migranten vor und hat offiziell Ermittlungen eingeleitet. Der Chef der rechten Lega verlas am Freitag live in einem Facebook-Video auf theatralische Art das Schreiben der Staatsanwaltschaft in Palermo. Ihm werde „erschwerte Freiheitsberaubung“ vorgeworfen, wofür er 15 Jahre Haft bekommen könnte, so Salvini. Er werde sich aber nicht von seinem Anti-Migrations-Kurs abbringen lassen.

In dem Fall geht es um rund 150 Migranten, die auf dem Küstenwachenschiff „Diciotti“ festgehalten wurden. Salvini wollte sie nicht an Land lassen, weil sich andere EU-Staaten zunächst nicht bereit erklärt hatten, Flüchtlinge zu übernehmen.

Salvini trinkt Fanta beim Verlesen der Vorwürfe

Beim Öffnen des Briefumschlags trank Salvini betont entspannt eine Fanta und machte sich über die Vorwürfe lustig. Er hält die Justiz für linksgerichtet, die ihm nur schaden will. Er habe den Auftrag des Volkes, die Grenzen zu schützen, sagte er. „Ich bin stolz darauf, und ich würde es wieder machen und werde es wieder machen.“

Die Ermittlungen waren bereits zuvor bekannt, allerdings war damals noch die Rede von zusätzlichen Vorwürfen des Amtsmissbrauchs. Davon war nun nicht mehr die Rede. Dass Salvini wirklich der Prozess gemacht wird, ist unwahrscheinlich, da er Immunität genießt.

Lesen Sie auch: „Sie hat das Risiko unterschätzt“: Salvini greift Merkel an - und äußert sich zu Chemnitz

Zwei junge Aktivistinnen haben den rechten italienischen Politiker Matteo Salvini in eine Falle gelockt. Sie wollten ein Zeichen für Liebe und Toleranz setzen.

dpa

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