Innenminister zurückhaltend

Irak-Flüchtlinge: De Maizière gegen Aufnahme

+
Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich dagegen ausgesprochen, eine große Zahl von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Irak aufzunehmen.

„Die Jesiden selbst wollen nach dem Ende der Kämpfe in ihre Heimatregionen zurückkehren. Deshalb geht es jetzt nicht darum, Flüchtlinge aus dem Irak nach Deutschland zu holen, sondern dafür zu sorgen, dass sie im Land bleiben können“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Seine Zurückhaltung begründete de Maizière auch damit, dass es „ein unerträglicher Triumph für die Terroristen als Feinde unserer Religion“ wäre, „wenn am Ende des Konflikts die Christen aus dem Irak vertrieben wären - kulturhistorisch und menschheitsgeschichtlich“. Den Satz, dass die Jesiden oder die Christen im Irak keine Zukunft hätten, wolle er nicht akzeptieren.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten