Stimmauszählung

Indien wählt neues Staatsoberhaupt: Indigene Frau Favoritin

Wahllokal in Neu-Delhi
+
Porträts früherer indischer Präsidenten zieren das Wahllokal im Parlamentsgebäude von Neu-Delhi.

Draupadi Murmu war vor ihrer politischen Karriere Lehrerin - nun hat die Parteikollegin von Premierminister Modi beste Chancen, neue Präsidentin der weltweit größten Demokratie zu werden.

Neu Delhi - Indiens Parlamentarier haben über einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin abgestimmt. Die Ergebnisse werden am Donnerstag erwartet. Das indische Staatsoberhaupt erfüllt, ähnlich wie der deutsche Bundespräsident, vor allem repräsentative Aufgaben. Die Macht liegt beim Premierminister der mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern größten Demokratie der Welt.

Die knapp 5000 Abgeordneten der Legislativen des Landes und der Bundesstaaten konnten am Montag in den jeweiligen Parlamentsgebäuden ihre Stimmzettel abgeben. Diese werden nun am Donnerstag in der Hauptstadt Neu Delhi ausgezählt. Der Präsident oder die Präsidentin wird alle fünf Jahre gewählt.

Die Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi hatte die 64 Jahre alte Draupadi Murmu ins Rennen geschickt. Ihr sagen indische Medien beste Chancen voraus zu gewinnen. Die 64-Jährige ist eine indigene Frau, frühere Lehrerin und ehemalige Gouverneurin des Bundesstaates Jharkhand. Als Gouverneurin setzte sie sich für die Rechte von Indiens Ureinwohnern ein. Gewinnt sie, wäre sie die erste Indigene in Indien, die das Präsidentenamt bekleidet. Indigene sind in Indien oft arm und marginalisiert.

Der derzeitige Präsident, Ram Nath Kovind, ist ein Dalit, also ein Angehöriger der untersten Stufe des Kastenwesens, die früher als „Unberührbare“ galten. Die Situation der Dalits hat sich während seiner Präsidentschaft kaum verändert. Dalits erleben weiter viel Diskriminierung. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schwere Verluste für Russland: 320 Soldaten getötet – Tausende Rekruten zurückbeordert
Schwere Verluste für Russland: 320 Soldaten getötet – Tausende Rekruten zurückbeordert
Schwere Verluste für Russland: 320 Soldaten getötet – Tausende Rekruten zurückbeordert
Putins Armee kocht nach Teilmobilmachung: Offenbar Massenschlägerei in russischer Militärbasis
Putins Armee kocht nach Teilmobilmachung: Offenbar Massenschlägerei in russischer Militärbasis
Putins Armee kocht nach Teilmobilmachung: Offenbar Massenschlägerei in russischer Militärbasis
Ukraine-Krieg: Militärzug von Atom-Spezialeinheit in Richtung Grenze unterwegs
Ukraine-Krieg: Militärzug von Atom-Spezialeinheit in Richtung Grenze unterwegs
Ukraine-Krieg: Militärzug von Atom-Spezialeinheit in Richtung Grenze unterwegs
Truppen „praktisch verschwunden“? Russland zieht offenbar tausende Soldaten von EU-Grenze ab
Truppen „praktisch verschwunden“? Russland zieht offenbar tausende Soldaten von EU-Grenze ab
Truppen „praktisch verschwunden“? Russland zieht offenbar tausende Soldaten von EU-Grenze ab

Kommentare