Bezug zu Hanau

Mainzer Büttenredner explodiert auf der Bühne: ZDF-Wutpredigt gegen die AfD geht viral

Andreas Schmitt hielt eine flammende Büttenrede gegen rechtes Gedankengut: Vor allem die Höcke-AfD griff er scharf an.
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Andreas Schmitt hielt eine flammende Büttenrede gegen rechtes Gedankengut: Vor allem die Höcke-AfD griff er scharf an.

Diese Büttenrede war gar nicht zum Lachen. Trotzdem hat sie jeden Tusch der Welt verdient. Die harten Worte gegen Rechts gehen unter die Haut.

  • Das ZDF strahlte die Karnevalssitzung „Mainz bleibt Mainz“ live aus. 
  • „Obermessdiener“ Andreas Schmitt hielt eine flammende Büttenrede gegen Rechts.
  • Er schoss heftig gegen die AfD.

Mainz - „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, nennt sich die größte Karnevalsveranstaltung in der Faschingshochburg. Doch vielen Menschen ist nach den Geschehnissen in Hanau dieser Tage nicht zum Lachen zumute. Auch die Welt des Sports wird von der Terror-Tat in Halle überschattet.

„Mainz bleibt Mainz“: Andreas Schmitt hält leidenschaftliche Büttenrede gegen Rechts

So lieferte Andreas Schmitt eine Büttenrede, die mit purer Komik nichts zu tun hatte. Trotzdem begeisterte sie nicht nur das Publikum und die ZDF-Zuschauer. Im Netz wird sie zehntausende Male geteilt. In der ZDF-Mediathek ist die Rede in voller Länge zu sehen.

„Obermessdiener“ Andreas Schmitt zeigt klare Kante: „Ihr braunen Wichte...“

In seiner Rolle als Obermessdiener hielt er eine Wutpredigt gegen Rechts. Leidenschaftlich harte und richtige Worte schoss er gegen Rassisten, Faschisten, Xenophobe und fuhr dabei selbst fast aus der Haut.  

„Ihr nehmt uns die Freiheit nicht!
Solltet ihr für jedes Nazi-Opfer eine Schweigeminute gestalten, 
müsstet ihr 38 Jahr‘ lang eure Schandmäuler halten.

Es war millionenfacher Völkermord ihr braunen Wichte, 
und kein Vogelschiss der deutschen Geschichte. 

Die Morde von Hanau, die Schüsse auf die Synagoge in Halle
ob Juden, Christen, Muslime: Das war ein Angriff auf alle!

Wir leben hier zusammen, die Demokratie wird triumphieren, 
dieses Land werdet IHR niemals regieren!“

Der Merkur.de* fasste die erschreckende Chronologie des rechten Terrors, die Schmitt anprangert, zusammen. 

So schließt der Festtags-Leiter seine flammende Rede und erntet die stehenden Ovationen des Saals. Dass die von mehrfachem Tuschen begleitet werden, fast selbstverständlich.

Video: Anzeige gegen Höcke wegen Verdachts der Volksverhetzung

Harte Worte gegen die AfD: Andreas Schmitt scheut keinen Nazi-Vergleich

Applaus wird Schmitt von der AfD allerdings wohl keinen bekommen. Er spricht die Partei explizit an und zeigt klare Kante gegen sie. Jeder Fußballverein habe seine alten Herren, beginnt der Obermessdiener den ernsten Teil seiner Rede, Parteien hätten das ebenfalls und bei der AfD könne man denken, es wäre die SS. „Wie ich denen ihren Parteitag im Fernsehen betracht‘, da hätt‘ Leni Riefenstahl auch noch einen Film draus gemacht“, fährt der „Obermessdiener am hohen Dom zu Mainz“ fort und macht seinen Vergleich zwischen Nationalsozialisten und der AfD noch deutlicher. 

Büttenredner wird deutlich: Viele Zuschauer sind begeistert, aber es gibt auch Kritik

Viele ZDF-Zuschauer haben sich über die klaren Worte von Andreas Schmitt gefreut. Es sei höchste Zeit gewesen, deutlich auf die Missstände aufmerksam zu machen und auszusprechen, was gesagt werden müsse. 

Andere gehen sogar noch weiter und sehen die Rede als Aufruf zum Handeln. Wie sehr die Wutpredigt unter die Haut ging, zeigt die große Zahl der Faschings-Muffel, die sie trotz ihrer eigentlichen Abneigung zur fünften Jahreszeit sahen. 

Aber natürlich bleibt auch die Gegenseite nicht stumm. Dass Schmitt die weite Verbreitung rechten Gedankenguts zum Thema machte, kam bei einigen nicht gut an. 

Die mutmaßliche Anhängerschaft rechter Denkweisen ging dabei deutlich weiter, beklagte sich in den Kommentarzeilen größtenteils heftig und warf Schmitt sogar Volksverhetzung vor

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Nach den tödlichen Schüssen in einer Shisha Bar in Harnau ist es jetzt zu Schüssen in Stuttgart gekommen. Wieder wurde auf eine Shisha-Bar gezielt.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerks von Ippen-Digital.

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