Grillos Fünf-Sterne-Bewegung bei Wahl in Rom weit vorne

+
Der europakritische Starkabarettist Beppe Grillo. Foto: Angelo Carconi/Archiv

Rom (dpa) - Nach der Bürgermeisterwahl in Rom liegt die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) des europakritischen Starkabarettisten Beppe Grillo Hochrechnungen zufolge weit vorne. Jedoch waren am Morgen noch immer nicht alle Stimmen ausgezählt.

Die Wahllokale hatten am Sonntag um 23 Uhr geschlossen. Die Spitzenkandidatin des M5S, Virginia Raggi (37), erhielt nach vorläufigen Berechnungen rund 35,6 Prozent der Stimmen und platzierte sich damit deutlich vor Roberto Giachetti (55), dem Kandidaten der Demokratischen Partei (PD) von Regierungschef Matteo Renzi (24,7 Prozent).

Sollte sich das Ergebnis bestätigen, müsste Raggi am 19. Juni bei einer Stichwahl gegen Giachetti antreten. Die zuvor ebenfalls als chancenreich eingeschätzte Parteivorsitzende der postfaschistischen "Fratelli d'Italia", Giorgia Meloni (39), lag am Morgen bei 20,7 Prozent.

Bis auf Cagliari knackte auch in allen anderen Metropolen Italiens kein Kandidat auf Anhieb die für den Sieg nötige 50-Prozent-Marke.

Bei der Abstimmung in 1300 Gemeinden und Großstädten wie Mailand, Neapel und Turin waren mehr als 13 Millionen Menschen zu den Urnen gerufen. Die Wahlbeteiligung war mit 62,1 Peozent wie erwartet reltiv gering. In Rom hatten nur 57,1 Prozent ihre Stimme abgegeben. Für die Regierung Renzis galt die Kommunalwahl als wichtiger Stimmungstest.

Innenministerium zu den teilnehmenden Gemeinden

Stadt Rom zu den Wahlen

Stadt Mailand zu den Wahlen

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Wagenknecht: „Schulz hält blumige Reden, aber macht nichts Konkretes“
Wagenknecht: „Schulz hält blumige Reden, aber macht nichts Konkretes“
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“