Griechenland könnte 15 Milliarden Euro in der Schweiz holen

+
Experten gehen davon aus, dass 80 Milliarden Euro aus Griechenland in der Schweiz liegen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Linz (dpa) - Griechenland könnte nach Einschätzung von Experten nach dem Abschluss eines Steuerabkommens mit der Schweiz rund 10 bis 15 Milliarden Euro einnehmen.

"Die Griechen haben in der Schweiz mindestens 80 Milliarden Euro liegen. Etwa zwei Drittel davon sind Schwarzgeld", sagte der Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Schneider von der Universität Linz der Deutschen Presse-Agentur. "Der Abschluss eines Steuerabkommens wäre die schnellste und effizienteste Maßnahme, an Geld zu kommen", meinte der auf Schattenwirtschaft spezialisierte Ökonom. Er sei sehr erstaunt, dass die neue griechische Regierung bisher wenig Schritte in diese Richtung unternommen habe.

Es sei auch merkwürdig, warum die Gläubigerstaaten ein solches Vorgehen nicht energischer forderten, meinte Schneider weiter. Er gehe geschätzt von rund 10.000 griechischen Steuersündern aus, die ihr Geld vor allem in den vergangenen Jahren in die Schweiz gebracht hätten. "Die Summe hat sich mit Sicherheit in den letzten vier, fünf Jahren verdoppelt", sagte Schneider.

Im Lauf der Woche soll es nach Angaben der Schweizer Regierung zu neuen Gesprächen mit der griechischen Regierung kommen. Dazu wollte Jacques de Watteville, Leiter des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF), nach Athen reisen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Meistgelesen

Kurz bei „Maischberger“: Auf eine Frage findet Österreichs Kanzler keine Antwort
Kurz bei „Maischberger“: Auf eine Frage findet Österreichs Kanzler keine Antwort
Umfrage-Schock für Schulz und SPD
Umfrage-Schock für Schulz und SPD
Heftiger Schmuggel-Vorwurf gegen Scheuer: CSU-General schießt zurück
Heftiger Schmuggel-Vorwurf gegen Scheuer: CSU-General schießt zurück
Zuwanderung, Steuern, Rente: Das sind die Sondierungs-Ergebnisse
Zuwanderung, Steuern, Rente: Das sind die Sondierungs-Ergebnisse
16-jährige Palästinenserin muss weiter in Haft bleiben
16-jährige Palästinenserin muss weiter in Haft bleiben