Gericht spricht Zarnajew wegen Anschlag auf Boston-Marathon schuldig

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Zeichnung aus dem Gerichtsaal von Dschochar Zarnajew: Bei dem Bombenattentat handelt es sich um den schwersten Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001. Foto: Jane Falvell Collins

Boston (dpa) - Ein Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts hat Dschochar Zarnajew wegen des Terroranschlag auf den Boston-Marathon in den schwersten Anklagepunkten schuldig gesprochen. Mit diesem Urteil droht ihm die Todesstrafe.

Die Geschworenen befanden am Mittwoch, dass der 21-Jährige im April 2013 mit seinem Bruder zwei Bomben am Zieleinlauf des berühmten Sportereignisses gezündet habe. Drei Zuschauer starben und rund 260 wurden zum Teil zum Teil schwer verletzt. Er sei zudem auch am Tod eines Polizeibeamten während der Flucht beteiligt gewesen.

Die Jury sah Zarnajews Schuld in den schwersten der 30 Anklagepunkte bestätigt. Die sieben Frauen und fünf Männer berieten insgesamt nur gut elf Stunden, bis sie zu ihrer Entscheidung kamen. Über das Strafmaß wird in der nächsten Phase des Prozesses entschieden.

Die Verteidiger streiten die Mitschuld ihres Mandaten nicht ab, wollen aber die Todesstrafe vermeiden. Sie betonten, dass die Hauptschuld bei seinem sieben Jahre älterem Bruder Tamerlan gelegen habe. Dieser war wenige Tage nach der Tat während einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen worden.

Boston Globe zum Prozess

Anklageschrift Zarnajew

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