Vorschlag des Altkanzlers

Schröder: Bis Stichtag dürfen alle Flüchtlinge bleiben

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Altkanzler Gerhard Schröder

Berlin - Mit seinem Vorschlag einer Stichtagregelung mischt sich Altkanzler Gerhard Schröder in die aktuelle Diskussion um das Asylverfahren ein und kritisiert Angela Merkel.

SPD-Altkanzler Gerhard Schröder hat eine Stichtagsregelung zur besseren Integration von Flüchtlingen vorgeschlagen. Jeder Flüchtling, der sich zu einem bestimmten Stichtag in Deutschland aufhalte, dürfe ungeachtet, ob sein Asylverfahren abgeschlossen sei oder nicht, in Deutschland bleiben und arbeiten, erklärte Schröder nach Angaben von Handelsblatt Online bei einem Wirtschaftskongress der Zeitung in Frankfurt/Main.

Die Zuwanderer müssten schneller integriert werden. „Wir kommen klar mit den Millionen, die da kommen. Aber nicht mit der Schnelligkeit, mit der sie auf die Kommunen einstürzen.“

Schröder warnte vor den wirtschaftlichen Folgen dauerhafter Grenzkontrollen in Europa: „Wir müssen die Freizügigkeit erhalten. Wir müssen Schengen erhalten.“ Zur Flüchtlingspolitik seiner Nachfolgerin im Kanzleramt, Angela Merkel, meinte Schröder: „Die Bundeskanzlerin hat Herz gezeigt.“ Aber sie habe das eine oder andere falsche Signal gesetzt.

dpa

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