Schäuble: G7 setzt geschlossen auf Schuldenabbau

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Finanzminister Schäuble und Bundesbankpräsident Weidmann geben zum Abschluss des Treffens der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs eine Pressekonferenz. Foto: Jan Woitas

Dresden (dpa) - Die sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) ziehen beim Abbau der Staatsschulden nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an einem Strang.

"Nachhaltiges Wachstum - auch darüber besteht Einigkeit - erfordert solide öffentliche Finanzen", sagte Schäuble in Dresden nach einem Treffen mit seinen G7-Amtskollegen.

Die öffentlichen Verschuldung und die Haushaltsdefizite müssten zurückgeführt werden. "Alle haben die große Bedeutung von Strukturreformen betont. Das ist schon ein großer Erfolg."

Die G7 wollen nach Angaben Schäubles zudem den Kampf gegen Steuertricks globaler Konzerne verstärken. Es gehe darum, die Maßnahmen gegen Steuergestaltung und Gewinnverlagerungen auch umzusetzen. Es müsse zudem ein Mechanismus gefunden werden, um Streitigkeiten zwischen Ländern zu lösen. Auch würden gemeinsame Betriebsprüfungen durch mehrere Länder angestrebt. Zudem müssten Entwicklungsländer einbezogen werden und ihnen beim Aufbau von Steuerverwaltungen geholfen werden.

Zur G7-Gruppe gehören neben Deutschland die USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Mit dem Ministertreffen wird der G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 7./8. Juni auf Schloss Elmau in Bayern vorbereitet.

Broschüre BMF zu G7-Treffen

Mitteilung OECD zu BEPS vom 06.02.2015

Erklärung G20-Gipfel Brisbane

Fragen und Antworten OECD zu BEPS-Vorschlägen

OECD-Aktionsplan gegen Steuergestaltung

BMF zu Steuergestaltung

Erklärung Finanzaufsicht Bafin zu Kapitalpuffer Glac und Tlac

Mitteilung IWF zu Ukraine-Hilfspaket

Informationen zu G7-Finanzgipfel Dresden

Fragen und Antworten zum G7-Finanzgipfel in Dresden

Teilnehmer G7-Finanzgipfel Dresden

Bundesregierung zu deutscher G7-Präsidentschaft

Bundesbank zu deutscher G7-Präsidentschaft

Bundesbank zu Staatsanleihen in Bankbilanzen

IWF-Chefvolkswirt Blanchard im "Handelsblatt"

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