Friedensforscherin für Gespräche mit Assad

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Baschar al-Assad in die Bemühungen um ein Ende des Syrienkrieges einzubeziehen, findet Beifall in der Wissenschaft. Foto: Syrian Arab News Agency / Handou/Archiv

Berlin (dpa) - Die Bereitschaft der Bundesregierung, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in die Bemühungen um ein Ende des Syrienkrieges einzubeziehen, findet Beifall in der Wissenschaft.

"Um einen Bürgerkrieg dieses Ausmaßes zu beenden, muss man notfalls auch mit dem Teufel reden", sagte Margret Johannsen vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

Vor allem müssten "auch die regionalen Großmächte wie Iran oder Saudi-Arabien" mit an den Tisch, sagte sie der "Neuen Presse" (Samstag) aus Hannover. "Ohne eine Entspannung vor allem zwischen diesen beiden Staaten, die um die Vorherrschaft in der Region konkurrieren und deren Spannung den syrischen Bürgerkrieg anheizt, wird der Konflikt nicht beizulegen sein."

CDU-Generalsekretär Peter Tauber erklärte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag), zur Beendigung des Terrors müssten "alle Möglichkeiten genutzt" werden. "Dazu kann auch das Gespräch mit Assad gehören." Der Syrienkrieg sei eine der Hauptursachen für die große Anzahl Flüchtlinge und müsse beendet werden. Tauber unterstützte damit die Position der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die vom Westen geförderten syrischen Rebellen lehnen Gespräche mit Assad ab und plädieren für die "Hinrichtung" des Staatschefs, der auf die Hilfe Russlands und des Irans zählen kann. Dschihad-Milizen wie der Islamische Staat (IS) wollen den militärischen Sieg.

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