Kampf im Irak

Frankreich bereit zu Luftangriffen auf IS

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Ein französisches Mirage-Kampfflugzeug.

Paris - Die französische Regierung hat sich zu einer Beteiligung an Luftangriffen gegen die Extremisten-Gruppierung Islamischer Staat (IS) im Irak bereit erklärt.

Frankreich werde sich "wenn nötig" an Luftangriffen beteiligen, sagte Außenminister Laurent Fabius am Mittwoch in einer Pariser Universität. Frankreich helfe bereits auf Bitten der irakischen Regierung und der Minderheiten des Landes "mit der Lieferung von militärischer Ausrüstung und humanitären Hilfen".

Staatspräsident François Hollande hatte bereits nach dem Nato-Gipfel Ende vergangener Woche die Bereitschaft seines Landes zum militärischen Eingreifen gegen den IS erklärt. Die USA unterstützen bereits die irakischen Sicherheitskräfte bei ihrem Vorgehen gegen die radikalsunnitischen IS-Kämpfer im Nordirak mit Luftangriffen. Nun will die US-Regierung eine internationale Allianz gegen die Extremisten formen.

Auch Fabius forderte die Bildung einer breiten Front gegen den IS. Er warnte davor, dass die vom IS ausgehenden Gefahren auch französischen Boden erreichen könnten. "Mehrere hundert französische Dschihadisten sind im Irak und in Syrien", sagte Fabius. Einen Militäreinsatz in Syrien, wo der IS wie im Nordirak große Gebiete kontrolliert, schloss Fabius aus. Der syrische Staatschef Baschar Al-Assad könne kein Partner des Westens sein wegen dessen "nachgewiesener Komplizenschaft mit dem IS".

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AFP

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