Mehr Personal als Konsequenz aus Köln?

SPD fordert 12.000 Polizisten mehr bis 2019

Berlin - Die SPD fordert deutlich mehr Personal für die Polizei. Bis 2019 seien in Bund und Ländern insgesamt 12 000 zusätzliche Stellen bei der Polizei nötig, heißt es in einem Beschluss der Bundestagsfraktion.

Die Hälfte davon müsse der Bund stellen, sagte Fraktionschef Thomas Oppermann am Freitag zum Abschluss einer zweitägigen Klausurtagung der Abgeordneten in Berlin.

Die Bundesregierung hat bereits beschlossen, das Personal bei der Bundespolizei in den nächsten Jahren um 3000 Stellen aufzustocken. Nach dem Willen der SPD soll die Zahl auf 6000 verdoppelt werden. 6000 Stellen wiederum sollen die Länder bei der Polizei neu schaffen.

Nach Angaben von Gewerkschaften haben Bund und Länder in den vergangenen 15 Jahren rund 16 000 Stellen bei der Polizei abgebaut. Gewerkschafter fordern seit langem mehr Personal. Die Übergriffe in Köln in der Silvesternacht haben diese Debatte neu befeuert.

Oppermann mahnte, es bringe nichts, wenn sich die Polizeien von Bund und Ländern wegen der Kölner Silvester-Übergriffe gegenseitig die Schuld hin- und herschöben. Die Polizei brauche insgesamt mehr Personal, um Kriminalität zu bekämpfen. Der Staat müsse in der Lage sein, die Sicherheit zu gewährleisten und Schwache zu beschützen. Bahnhöfe und andere öffentliche Plätze müssten sicher sein.

Die SPD spricht sich außerdem dafür aus, „in notwendigem Umfang“ Videokameras einzusetzen. Zustände wie in der Silvesternacht dürften sich nicht wiederholen, mahnte Oppermann.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte und faire Kontrolle nach den Regeln unserer Netiquette nicht mehr möglich ist.

Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Beiträgen zu diesem Thema eine Kommentarmöglichkeit.

Sie können sich beispielsweise unter diesem Artikel zu den Übergriffen in Köln äußern.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Meistgelesen

Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“