Foltervorwürfe gegen Buchmesse-Gastland Indonesien

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Die indonesische Polizei wies die Vorwürfe vehement zurück. Foto: Made Nagi

Jakarta (dpa) - Menschenrechtler haben gegen Indonesien, das Gastland der Frankfurter Buchmesse, schwere Foltervorwürfe erhoben. Nach Festnahmen würden in dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt Geständnisse teilweise durch Folter erpresst, berichtete Amnesty International am Donnerstag.

Die indonesische Polizei hat die Vorwürfe vehement zurückgewiesen. Manche Richter hätten keine Probleme mit erpressten Geständnissen und verurteilten Angeklagte daraufhin zum Tode, schreibt Amnesty. Gefangene hätten kaum Chancen auf einen fairen Prozess. "Wir fordern die Behörden auf, diese sinnlosen Tötungen ein für alle Mal zu stoppen und alle Todesurteile umzuwandeln", verlangt die Organisation. Seit Oktober 2014 wurden in Indonesien 14 Menschen hingerichtet, darunter zwölf Ausländer.

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