Weltwetterorganisation

Folgen des Klimawandels in Afrika verstärkt zu spüren

Überschwemmungen im Sudan
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Überflutete Straße in Khartum. Der Klimawandel verschärft auch die Hungerkrise in Afrika.

Der Klimawandel hat für Afrika besonders verheerende Konsequenzen: Es kommt vermehrt zu Überschwemmungen, Dürren und Erdrutschen.

Genf - Der Klimawandel verschärft mit steigenden Temperaturen, mehr Extremwetterlagen und veränderten Regenfällen die Hungerkrise in Afrika und vertreibt Menschen aus ihrer Heimat.

Das berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) am Dienstag zusammen mit der Afrikanischen Union und anderen Partnern in Genf. Der Kontinent sei mit Überschwemmungen, Dürren und Erdrutschen unverhältnismäßig stark betroffen.

Gletscherschwund am Kilimandscharo

„Das rapide Schrumpfen der letzten noch verbliebenen Gletscher in Ostafrika, die in naher Zukunft voraussichtlich vollständig schmelzen werden, zeigt die Gefahr unmittelbar bevorstehender und unumkehrbarer Veränderung des Erdsystems“, sagte WMO-Chef Petteri Taalas.

Die Entwicklung unterstreiche die dringende Notwendigkeit, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, mehr für den Klimaschutz zu tun und mehr Geld für Anpassungsprozesse bereitzustellen, meinte Taalas gut eine Woche vor der Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26).

Die Klimaerwärmung und ihre Folgen seien in Afrika stärker zu spüren als im weltweiten Durchschnitt, heißt es in dem Bericht. 2020 sei dort unter den zehn wärmsten Jahren seit Messbeginn gewesen. Der Meeresspiegelanstieg an Afrikas südlichen Küsten liege über dem globalen Durchschnitt, ebenso der Gletscherschwund in den drei Gletscherregionen am Mount Kenya-Massiv in Kenia, dem Kilimandscharo in Tansania, und dem Ruwenzori-Gebirge in Uganda.

Das Mount Kenya-Massiv dürfte in den 2030er Jahren eine der ersten Bergketten der Welt werden, die ihren Gletscher gänzlich verliert, so der Bericht. Bei den anderen beiden könnte es bei gleichbleibenden Trends in den 2040er Jahren so weit sein.

Die Folgen des Klimawandels seien gekoppelt mit Schädlingsausbrüchen, wirtschaftlichen Einbrüchen, anhaltenden Konflikten und politischer Instabilität sowie den verheerenden Folgen der Corona-Pandemie. Millionen Menschen würden in extreme Armut getrieben. dpa

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