FBI-Panne: Charleston-Attentäter durfte keine Waffe kaufen

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"Es ist nicht klar, warum das passierte - aber es machte einen großen Unterschied." (FBI-Chef Comey über die Lücke in der Datenbank) Foto: Michael Reynolds/Archiv

Charleston (dpa) - Ein unzureichender Sicherheitscheck des FBI hat dem Attentäter des Kirchen-Massakers in Charleston mit neun Toten den Kauf einer Waffe ermöglicht. Eigentlich hätte der 21-jährige Dylann Roof aufgrund einer Vorstrafe wegen illegalen Drogenbesitzes nicht an die Waffe kommen dürfen.

Die vorgeschriebene Überprüfung des FBI durch den Waffenverkäufer hätte zeigen müssen, dass Roof in diesem Jahr bereits einmal für den Besitz von Betäubungsmitteln verhaftet worden war, sagte FBI-Direktor James Comey am Freitag laut Medienberichten.

"Es ist nicht klar, warum das passierte", sagte Comey über die Lücke in der Datenbank, "aber es machte einen großen Unterschied". Anscheinend seien die Daten des Täters zuvor nicht richtig in das Computersystem eingetragen oder falsch behandelt worden, wie die "Washington Post" berichtete. Offenbar seien auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Fehler gemacht worden. Es "reißt uns allen das Herz heraus", dass ein Versäumnis des FBI mit der Waffe zusammenhänge, mit der Roof neun Afroamerikaner tötete.

Roof hat die Tat des 17. Juni bei einem Bibelkreis in einer Kirche gestanden und wurde des neunfachen Mordes angeklagt. Die Ermittler sehen in der Tat ein Hassverbrechen mit rassistischem Hintergrund.

USA Today

Washington Post

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