Rassismus

EU-Kommissionsvize kritisiert Orbans Aussage

Kritik
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Ungarns Ministerpräsident äußerte sich in einer Rede rassistisch. Der EU-Kommissionsvize kritisierte ihn daraufhin scharf.

Ungarns Ministerpräsident ist schon häufiger durch seine Aussagen zu Geflüchteten negativ aufgefallen. Nun hat er sich bei einer Rede nationalsozialistischer Begriffe bedient - und damit für Kritik gesorgt.

Brüssel - Die Empörung über rassistische Äußerungen des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban reißt nicht ab. EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas schrieb am Mittwoch auf Twitter: „Hass hat weder auf unseren Lippen noch in unseren Gesellschaften etwas zu suchen.“ Er betonte: „Wir dürfen niemals zulassen, dass unsere Formulierungen den wesentlichsten Grundsatz unserer Existenz verraten: Wir sind alle gleichermaßen Menschen.“

Mit seinen Äußerungen bezog der Grieche sich auf eine Rede Orbans vom Wochenende in Rumänien. Dort hatte Orban am Samstag gesagt: „Es gibt nämlich jene Welt, in der sich die europäischen Völker mit den Ankömmlingen von außerhalb Europas vermischen. Das ist eine gemischtrassige Welt.“ Dem gegenüber gebe es zum Beispiel das Karpatenbecken, wo sich europäische Völker wie Ungarn, Rumänen, Slowaken miteinander vermischten. „Wir sind bereit, uns miteinander zu vermischen, aber wir wollen nicht zu Gemischtrassigen werden.“ Das unter anderem von den Nationalsozialisten genutzte Konzept, dass es unterschiedliche menschliche Rassen gibt, ist wissenschaftlich nicht haltbar und ist Teil rassistischer Weltanschauungen.

Schinas erwähnt Orbans Rede in seinem Tweet zwar nicht, sein Umfeld bestätigte jedoch, dass er sich darauf bezieht. dpa

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