16 Haftbefehle

Erste Festnahmen nach Gewaltausbruch in Suhler Flüchtlingsheim

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Aufräumarbeiten: Nach der Auseinandersetzung werden zerbrochene Fester entsorgt. 

Suhl - Knapp sechs Wochen nach dem Gewaltausbruch in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im thüringischen Suhl sucht die Polizei derzeit landesweit nach Verdächtigen.

Der Großeinsatz laufe seit 6.30 Uhr, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen in Suhl. Es seien erste Flüchtlinge festgenommen worden. Die Beamten durchkämmen zurzeit mehrere Unterkünfte in Thüringen.

Gegen 16 namentlich bekannte Verdächtige sollen Haftbefehle vollstreckt werden. Unter anderem wird ihnen versuchter Totschlag, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Zuvor hatte der MDR Thüringen über den Großeinsatz der Polizei berichtet.

In dem überfüllten Flüchtlingsheim in Suhl war am 19. August die Lage eskaliert, nachdem ein 25-Jähriger mehrere Seiten aus einem Koran gerissen und demonstrativ in eine Toilette geworfen haben soll. Sechs Polizisten und elf Flüchtlinge wurden verletzt. Rund 120 Polizisten mussten ausrücken, um den Gewaltexzess unter Kontrolle zu bringen.

dpa

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