Erdogan trifft Oppositionsvertreter

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Oppositionsführer Kilicdaroglu war erst kürzlich wegen Beleidigung von Präsident Erdogan zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Foto: Sedat Suna/Archiv

Istanbul (dpa) - Nach der Verhängung des Ausnahmezustands in der Türkei kommt Präsident Recep Tayyip Erdogan heute mit Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zusammen. Erdogan wolle sich für die entschlossene Haltung der Opposition gegen den Putschversuch bedanken, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Neben dem Chef der Mitte-Links-Partei CHP sollen an dem Treffen im Präsidentenpalast in Ankara auch Ministerpräsident und AKP-Chef Binali Yildirim sowie der Vorsitzende der ultrarechten MHP, Devlet Bahceli, teilnehmen. Kilicdaroglu und Bahceli hätten die Einladung angenommen.

Anadolu meldete weiter, Erdogan wolle mit den Oppositionsvertretern und seinem Regierungschef außerdem die jüngsten Ereignisse bewerten und Vorschläge entgegennehmen.

Keine Einladung erhielten demnach die Vorsitzenden der pro-kurdischen HDP. Die von einer Doppelspitze geführte HDP hatte den Putschversuch ebenfalls verurteilt. Sie hatte Erdogan aber vorgeworfen, den Putschversuch dafür zu missbrauchen, Gegner auszuschalten und demokratische Freiheiten einzuschränken. Die Kovorsitzende Figen Yüksekdag hatt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der "Bild"-Zeitung sogar zu Sanktionen gegen Erdogan aufgefordert.

Als Reaktion auf den Putschversuch aus den Reihen der Militärs hatte Erdogan am Donnerstag einen 90-tägigen Ausnahmezustand verhängt. Neben der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP sind im Parlament in Ankara die CHP, die HDP und die MHP vertreten.

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