Schüsse auf Dündar bei Prozess in Istanbul

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Dem regierunskritischen Journalisten Can Dündar (l) und Erdem Gül (r) droht wegen Berichten über angebliche Waffenlieferungen der Türkei an Extremisten im Bürgerkriegsland Syrien lebenslange Haft. Foto: Sedat Suna

Istanbul (dpa) - Beim Prozess gegen regierungskritische Journalisten in der Türkei ist ein Anschlag auf den angeklagten Chefredakteur der Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, verübt worden.

Dündar sei unverletzt geblieben, berichtete eine Augenzeugin und Anwältin. Auf ihn sei vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul geschossen worden. Zu dem Anschlag kam es am Freitag, als das Gericht gerade über das Urteil in dem Prozess beriet. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Attentäter widerstandslos festgenommen wurde.

Dündar sagte, als er vor dem Gericht auf die Urteilsverkündung gewartet habe, sei es zu dem "Attentat" gekommen. "Ich habe nur gesehen, dass er die Waffe auf mich richtet." Ein Augenzeuge sagte im Sender CNN Türk, nach den Schüssen sei Panik ausgebrochen.

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