Gräueltat auf öffentlichem Platz

IS enthauptet Mann wegen Vorwurfs der Hexerei

Nahiat-al-Alam - Die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) hat im Irak einen Mann öffentlich enthauptet, weil es sich um einen "Hexer" gehandelt haben soll.

Die sunnitische Gruppe veröffentlichte Bilder der Gräueltat auf einem Platz in Nahjat al-Alam nahe ihrer Hochburg Tikrit. Ein Foto zeigte mutmaßliche Gebetsperlen und einen grünen schiitischen Schal oder ein Spruchband, die IS-Fundamentalisten bezeichneten die Dinge als "Talismane".

Anwohner sagten der Nachrichtenagentur AFP, bei dem Opfer handele es sich um einen Sunniten, der kürzlich der Polizei in der südlich gelegenen und von der Regierung kontrollierten Stadt Samarra beigetreten sei. Ein Geistlicher aus Kirkuk sagte hingegen, das Opfer sei ein Führer der Sufis, einer mystischen Ausrichtung des Islam mit Nähe zum Sunnitentum. Erst am Montag hatten die IS-Extremisten 13 Angehörige einer sunnitischen Stammesgruppe hingerichtet, die sich gegen den Dschihad stellte.

Der IS eroberte im Sommer in einer Blitzoffensive Teile des Westiraks bis nahe an die Hauptstadt Bagdad sowie Gebiete im Norden und Nordosten Syriens. Auf dem grenzübergreifenden Gebiet errichteten die Extremisten ein "Kalifat", einen islamistischen Gottesstaat, und verüben Gräueltaten an Minderheiten und Andersgläubigen. Eine von den USA geführte internationale Militärkoalition geht in beiden Ländern mit Luftangriffen gegen die IS-Kämpfer vor.

AFP

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