Politiker erregt Aufsehen mit Plakat 

So durchgeknallt ist der Wahlkampf in Japan

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Teruki Goto macht einen Wahlkampf der etwas anderen Art.

Tokio - Mit nackten Tatsachen statt langweiligen Polit-Slogans wirbt ein japanischer Politiker um Stimmen bei den Kommunalwahlen in Japan am Sonntag.

Rechtsaußen Teruki Goto zeigt sich auf seinem Plakat hüllenlos mit einem Schwert im Stile der Samurai, im Hintergrund sind stilisierte japanische Flaggen und Chrysanthemen zu sehen. Die Sittsamkeit wahrt der ungewöhnliche Wahlkampfauftritt dadurch, dass ein Buchstabe seines Namenszuges über den Teil seines unbedeckten Körpers ragt, der besonders viel Aufmerksamkeit erregen könnte.

Japanische Wahlkämpfe zeichnen sich normalerweise durch besondere Reizlosigkeit aus. Kandidaten warten gerne vor Bahnhöfen auf mögliche Wähler unter den Pendlern, dabei tragen sie Schärpen mit ihren Namen und vermeiden möglichst Blickkontakt. Außerdem ist es Kandidaten erlaubt, in begrenzter Zahl Flyer und Plakate drucken zu lassen, um sich auf Werbetafeln mit Slogans wie "Damit es besser wird" zu präsentieren. Kritische oder gar provozierende Aussagen sind in der stark auf die Vermeidung von Konflikten bedachten japanischen Gesellschaft verpönt. Auch Falschaussagen sind nach dem Wahlgesetz verboten, Nacktfotos dagegen nicht.

afp

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