Schwere Vorwürfe - fragwürdige Quelle

Neues Skandal-Buch zu Donald Trump - ist der US-Präsident „grausam“ und „unfähig“?

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Donald Trump wird in einem neuen Buch schwer beschuldigt.

In einem neuen Buch werden schwerwiegende Vorwürfe gegen den US-Präsidenten Donald Trump erhoben. Doch der Autor bleibt anonym.

  • Donald Trump steht in den USA immer wieder wegen seiner öffentlichen Äußerungen und Auftritte in der Kritik.
  • In einem neuen Buch beschreibt ein vermeintliches Regierungsmitglied sein Wirken hinter den Kulissen.
  • Die schweren Vorwürfe des anonymen Autors bewegen Trumps Sprecherin zu einer wütenden Reaktion.

Washington - In einem neuen Buch werden schwere Vorwürfe gegen Donald Trump erhoben, die weitere Zweifel an seiner Eignung als US-Präsident wecken könnten. Doch der Autor des Buchs „A Warning“ (zu Deutsch: eine Warnung) will anonym bleiben, die Vorwürfe bleiben unbelegt. 

Beim Verfasser soll es sich um ein hohes Tier in der Regierung Donald Trump handeln. Jedenfalls bezeichnet er den US-Präsidenten als „grausam“, „unfähig“ und als „Gefahr für die Nation“. Seine Vorwürfe sind gravierend.

Am Dienstagmorgen herrschte in Washington D.C. ein Ausnahmezustand. Das Weiße Haus wurde abgeriegelt und das Kapitol sogar evakuiert. 

Anonymes Buch über Donald Trump mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen US-Präsidenten

Am Dienstag (19. November) soll das 272 Seiten lange Buch beim Verlag Twelve erscheinen. Der Autor ist zwar anonym, aber offenbar kein Unbekannter - bereits 2018 soll die selbe Person in der renommierten New York Times angebliche Fehlverhalten von Donald Trump an das Licht der Öffentlichkeit gebracht haben. 

Trumps Sprecherin hat sich bereits geäußert: Stephanie Grisham bezeichnet das Buch in einer E-Mail als „pure Fiktion“ und den Autor als „Feigling“.

Noch bevor das Buch am 19. November in den Vereinigten Staaten erscheint, haben US-amerikanische Medien wie die Washington Post und CNN erste Einsicht bekommen. Die Liste der Vorwürfe gegen den Präsidenten ist ellenlang, der Autor behauptet, das viele andere Personen in der Trump-Administration seine im Buch beschriebenen Beobachtungen teilen.

Bereits vor der Buchveröffentlichung gibt es Rätselraten um den US-Präsidenten. Doch dies hat diesmal mit seiner Gesundheit zu tun. So begab sich Donald Trump am 16. November kurzfristig in eine Klinik zur Untersuchung. Wie krank ist der mächtige Mann? Inzwischen hat er auf Twitter mit einem absurden Selbstporträt reagiert - die Reaktionen sind eindeutig.

USA: Charakterstudie über Donald Trump in anonymen Buch 

„A Warning“ ist aber offenbar vor allem eine Charakterstudie. Donald Trump, gegen den aktuell ein Amtsenthebungsverfahren läuft, sei wie „ein Zwölfjähriger in einem Flugsicherungsturm, der wahllos Knöpfe der Regierung drückt, gleichgültig gegenüber Flugzeugen, die von der Landebahn abkommen und den Flugzeugen, die verzweifelt versuchen, umzulenken“, zitiert die Washington Post aus dem Buch.

Der Autor beschreibt eine ständige Angst der Mitarbeiter, morgens aufzuwachen und durch neue Trump-Tweets vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Es sei, wie bei Tagesanbruch in einem Pflegeheim aufzuwachen - „und festzustellen, dass Ihr älterer Onkel ohne Hosen über den Hof läuft und über das Essen in der Cafeteria flucht, während besorgte Angestellte versuchen, ihn einzufangen“. Man sei gleichzeitig „fassungslos, amüsiert und verlegen“, erklärt der anonyme Schreiber in dem Skandal-Buch.

Konkrete Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump belasten ihn schwer

Doch auch handfestere Vorwürfe der angebliche Insider in seinem Werk. So soll Donald Trump hinter den Kulissen frauenfeindliche und rassistische Kommentare ablassen. „Er kommentiert das Make-up. Er macht Witze über das Gewicht. Er kritisiert Kleidung. Er hinterfragt die Belastbarkeit von Frauen in und um seinen Orbit. Er benutzt Wörter wie ‚Süße‘ oder ‚Schätzchen“, um erfahrene Profis anzusprechen“, klagt der Autor an. Auch Ausländer würde Trumps Betragen zu spüren bekommen - etwa, wenn der US-Präsident einen hispanischen Akzent nachahme, um eine Familie zu diskreditieren.

Schwerwiegende Vorwürfe erhebt der Autor von „A Warning“ zudem in Sachen Regierungsqualität. Donald Trump sei nicht fähig, die USA durch eine internationale Krise zu führen, ignoriere Geheimdienste und nationale Sicherheitsanweisungen und unterschätze ausländische Konfliktpartner. Selbst Trumps grundlegende Verfassung rückt der anonyme Autor in den Fokus - denn er sei zwar nicht qualifiziert, die geistige Gesundheit des US-Präsidenten zu beurteilen - aber Trump stolpere und schlürfe, sei leicht zu verwirren und habe manchmal Schwierigkeiten, Informationen zu verarbeiten. 

Donald Trump: Anschuldigungen in Buch „A Warning“ nicht belegt

Doch die Vielzahl an Unterstellungen im Buch ist laut Washington Post nicht belegt. Eine Behauptung etwa laute, dass Vizepräsident Mike Pence eine Entfernung Trumps aus seinem Amt unter dem 25. Zusatzartikel der Verfassung unterstützt hätte, wenn eine Mehrheit des Kabinetts dafür zu gewinnen gewesen wäre. Auf Nachfrage gibt Pence an, vom 25. Amendment während seiner Zeit als Vize nie etwas gehört zu haben. 

Trumps Sprecherin ist sich derweil sicher, dass das Buch nur aus Lügen besteht. „Echte Autoren wenden sich an ihre Quellen, um Fakten zu überprüfen“, gibt sie in ihrer Mail an. Fraglich nur, ob Donald Trump da mitgemacht hätte - und mit welchem Ergebnis.

Donald Trump ruft in der Live-Sendung von Fox News an, um seine Meinung dem Millionenpublikum zu erklären. Dabei lässt er eine wilde Schimpftirade ab. Es wird langsam eng für den US-Präsidenten: Die Demokraten haben das Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Donald Trump eingeleitet.

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