Laut Studie

Alamierend: Fast jeder dritte Deutsche vertritt ausländerfeindliche Positionen

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Rechtsextreme Aufmärsche in Brandenburg im März.

Die Universität Leipzig befragte über 2000 Menschen zu ihrer Meinung zu ausländerfeindlichen Aussagen. Das Ergebnis ist erschreckend. 

Berlin - Ausländerfeindliche Einstellungen greifen immer stärker um sich. Laut einer Studie der Universität Leipzig vertritt inzwischen fast jeder dritte Deutsche solche Positionen. Im Osten stimmt sogar fast jeder Zweite ausländerfeindlichen Aussagen wie „Ausländer nutzen den Sozialstaat aus“ zu. Während antisemitische Einstellungen im Vergleich zu 2016 leicht zurückgegangen seien, habe sich vor allem die Abwertung von Muslimen sowie von Sinti und Roma verfestigt, stellen die Autoren der Studie „Flucht ins Autoritäre“ fest, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach stimmt inzwischen bundesweit mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 Prozent) der Aussage zu „Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land“. Als die Forscher diese Frage zwei Jahre zuvor gestellt hatten, lag die Zustimmung bei 50 Prozent. 2014 waren es 43 Prozent. 

Brähler: „Wer rechtsextrem ist, findet seine neue Heimat bei der AfD“

Die Teilnehmer der Studie waren auch nach ihrer Wahlpräferenz gefragt worden. Dabei zeigte sich den Angaben zufolge: 55 Prozent der Menschen, die angaben, sie würden die AfD wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, äußerten sich ausländerfeindlich. Unter denjenigen, die CDU, CSU und SPD wählen würden, waren demnach 22 Prozent Ausländerfeinde. „Wer rechtsextrem ist, wendet sich heute aber von der CDU und SPD ab und findet seine neue Heimat bei der AfD“, so Prof. Dr. Elmar Brähler von der Universität Leipzig. Für die Wähler der FDP ermittelten die Forscher einen Wert von 18 Prozent. Bei den Anhängern von Linkspartei (15 Prozent) und Grünen (11 Prozent) waren es deutlich weniger.

Für die Studie waren im Mai und Juni dieses Jahres bundesweit 2416 Menschen im Alter zwischen 14 und 93 Jahren befragt worden.

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dpa/soph

Bei einem Rechtsrockfestival im sächsischen Ostritz wurde ein Alkoholverbot verhängt. Damit sich die Besucher nicht außerhalb des Geländes versorgten, kauften Bürger das Bier im Supermarkt auf.

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