Juso-Chef schickte Vertretung

Darum fehlte ausgerechnet Kevin Kühnert in der GroKo-Diskussion bei Maischberger

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Statt Juso-Chef Kai Kühnert saß die Berliner Juso-Chefin Annika Klose (2.v.l.) am Mittwochabend bei „Maischberger“.

Um die Krise der Parteien und das Groko-Desaster ging es am Mittwoch bei Maischberger. Doch einer, der mitdiskutieren sollte, erschien nicht: Juso-Chef Kevin Kühnert. Was war da los?

Über die Krise der Volksparteien ging es am Mittwochabend im Polittalk von Sandra Maischberger. „Die zwei großen Volksparteien ringen um ihre Ausrichtung, um das Personal und um ihre Zukunft“, erklärte Moderatorin Sandra Maischberger eingangs, in der Diskussion solle es darum gehen, wie sie das Ruder wieder herumreißen und beim Wähler punkten können.  

Vor allem die SPD machte in den vergangenen Tagen Negativ-Schlagzeilen: der unrühmliche Abgang von Parteichef Martin Schulz, die Debatte um seine umstrittene Wunsch-Nachfolgerin Andrea Nahles, der Streit ums Außenministerium. Das alles hat der Partei ordentlich zugesetzt. Der Wähler rächt es mit einer Desaster-Umfrage, laut der die AfD erstmals stärker ist als die einst so großen Sozialdemokraten.

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Klar ist: Innerhalb der SPD rumort es nicht nur, es knarzt und kracht gefährlich. Und einer, der daran nicht unschuldig ist, ist Juso-Chef Kevin Kühnert, der seit Wochen dazu aufruft, dass die SPD-Mitglieder im derzeit laufenden Mitgliederentscheid einer Großen Koalition mit der Union nicht zustimmen. Unter dem Hashtag #nogroko initiierte er eine Kampagne gegen die SPD-Parteiführung, die der geplanten Regierung des Genick brechen könnte.

Statt Kevin Kühnert saß eine Frau in der Runde

Doch dann war alles ganz anders. Nicht der Juso-Chef selbst saß in der Runde, sondern als Vertretung Annika Klose, die den Jusos in Berlin vorsteht. Kevin Kühnert hatte ebenso wie viele Leidensgenossen die Grippe erwischt, sodass er der Sendung kurzfristig fernbleiben musste. „Herr Kühnert war leider erkrankt“, sagte ARD-Pressesprecherin Agnes Toellner auf Nachfrage unserer Onlineredaktion. „Die Grippe schafft wirklich fast jeden zur Zeit.“

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Klose ist genau wie Kühnert engagierte Gegnerin der Groko und argumentierte, die SPD brauche einen „Cut“ und müsse leider nach links rücken: „Ich glaube, wir würden unserer Partei einen großen Gefallen tun, wenn wir jetzt mal klare Kante zeigen und sagen: Nein, so geht es nicht weiter. (...) Deswegen muss das Nein jetzt passieren, auch wenn es schmerzhaft ist.“

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