Schleswig-Holstein

Daniel Günther nach Corona-Infektion wieder im Wahlkampf

Daniel Günther
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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat „richtig Bock auf den Wahlkampfendspurt“.

Zurück im Wahlkampf: Regierungschef Günther hat nach einer Corona-Erkrankung den Endspurt aufgenommen. Heute stehen zwei Trielle mit den Konkurrenten auf dem Programm.

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist nach einer Corona-Erkrankung wieder in den Landtagswahlkampf eingestiegen.

„Habe mich selten so über ein negatives Ergebnis gefreut“, schrieb der CDU-Politiker am Mittwoch auf Facebook. „Ab heute bin ich endlich wieder aus der Isolation raus und kann wieder alle Wahlkampftermine wie geplant wahrnehmen. Ich habe richtig Bock auf den Wahlkampfendspurt.“ Der Landtag wird an diesem Sonntag neu gewählt. Derzeit wird das Land von einer Koalition aus CDU, Grünen und FDP geführt.

Günther traf am Vormittag in einer Talkrunde des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags in Kiel auf die Spitzenkandidaten der SPD und der Grünen, Thomas Losse-Müller und Monika Heinold. Alle drei stuften den Wahlkampf als fair ein. Das Klima zwischen den Parteien habe sich in den letzten Jahren deutlich entspannt, sagte Günther. Er hob die Zusammenarbeit mit den Oppositionsfraktionen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie hervor. „Das ist ein sehr zugewandter Wahlkampf“, meinte auch Losse-Müller.

Günther: Nur als „Notnagel“

Günther verblüffte mit einer Selbsteinordnung: Er sei 2017 eher als „Notnagel“ seiner Partei Ministerpräsident geworden. Heinold lobte ihn als absolut verlässlichen Partner, der die Jamaika-Koalition zusammengehalten habe. Deshalb habe es mit Jamaika auch gut geklappt.

In der Runde wurde eine Rivalität zwischen Finanzministerin Heinold und ihrem früheren Staatssekretär Losse-Müller aus der gemeinsamen Regierungszeit 2012 bis 2017 deutlich. Damals gehörte Losse-Müller noch den Grünen an. In einen Disput gerieten beide bei der Energiewende und deren sozialer Verträglichkeit aneinander.

Die Grünen hoffen, zur Wahl die SPD noch von Platz zwei verdrängen zu können. In Umfragen liegt die CDU klar vor SPD und Grünen. Am Abend ist im NDR-Fernsehen ein letztes Triell vor der Wahl geplant.

Die Wahl in Schleswig-Holstein ist die zweite von vier Landtagswahlen in diesem Jahr. Ende März wurde bereits im Saarland gewählt. Am 15. Mai folgt Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen findet am 9. Oktober die Landtagswahl statt. dpa

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