Gerd Müller lobt Kanzlerin

CSU-Minister: Friedrichs Merkel-Kritik "nicht nachvollziehbar"

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Entwicklungsminister Gerd Müller

Berlin - Der CSU-Politiker Hans-Peter Friedrich stößt mit seiner scharfen Kritik am Mitte-Kurs der CDU von Kanzlerin Angela Merkel auf Widerstand in der eigenen Partei.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag), die von Friedrich angestoßene Diskussion sei „im Augenblick nicht nachvollziehbar“ und falle auch nicht auf fruchtbaren Boden. Ganz Europa beneide Deutschland um seine erfolgreiche Wirtschaftspolitik. „Das ist die Leistung der Kanzlerin und der schwarz-roten Bundesregierung.“

Auch der CSU-Europapolitiker Markus Ferber sagte der Zeitung, die Union brauche momentan keine Richtungsdebatte. „Das wäre jetzt völlig falsch.“ Es gebe aber in konservativen Kreisen Stimmen, die meinten, die Union sei nicht mehr erkennbar. „Selbstverständlich ist Pegida ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss.“

Ex-Bundesminister Friedrich, inzwischen Vize-Vorsitzender der Unionsfraktion, hatte kritisiert, dass die Union konservative Themen nicht mehr besetze - was mit zu einem Erstarken der AfD und der anti-islamischen Pegida-Bewegung beitrage. Er warf Merkel im „Spiegel“ vor, „im Mainstream stimmungsabhängiger Meinungsumfragen mitzuschwimmen“.

dpa

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