CSU-Chef will Ministerpräsident bleiben

Seehofer: “Strebe Amt der Spitzenkandidatur nicht an“

Ob die CSU Angela Merkel zum Parteitag einladen wird, ließ CSU-Chef Horst Seehofer offen.
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Ob die CSU Angela Merkel zum Parteitag einladen wird, ließ CSU-Chef Horst Seehofer offen.

München - CSU-Chef Horst Seehofer hat erstmals öffentlich signalisiert, dass er bayerischer Ministerpräsident bleiben und nach der Bundestagswahl nicht nach Berlin wechseln möchte.

CSU-Chef Horst Seehofer will seine Partei nicht in den Bundestagswahlkampf 2017 führen. „Ich persönlich strebe dieses Amt der Spitzenkandidatur nicht an“, sagte er am Montag bei einer Aufzeichnung der ZDF-Sendung „Was nun Herr Seehofer?“ in München. Doch eine Hintertür hält sich der bayerische Ministerpräsident weiter offen: Er könne seine Kandidatur zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht völlig ausschließen, „wenn mir das Bilden einer guten Mannschaft nicht gelingen sollte“, so Seehofer.

Der CSU-Chef erklärte erneut, dass er für den Erfolg der CSU bei der Bundestagswahl auch auf den Parteivorsitz verzichten würde: „Ich wäre bereit, mein Amt als Parteivorsitzender nächstes Jahr zur Verfügung zu stellen, um unsere personelle Basis zu verbreitern und in Berlin ein Stück weit mehr Durchschlagskraft zu bekommen.“

Dagegen schloss Seehofer aber aus, sein Amt als Ministerpräsident vor dem Ende der Legislatur im Herbst 2018 aufgeben zu wollen. „Dann müsste schon der Himmel über Bayern zusammenbrechen“.

Entscheidung über Merkel-Einladung am kommenden Montag

Zudem verriet Seehofer, dass die CSU erst am kommenden Montag über die noch nicht ausgesprochene Einladung für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum CSU-Parteitag in München entscheiden will. „Auch dieser Punkt ist nicht endgültig entschieden“. Nächste Woche werde sich der CSU-Parteivorstand endgültig mit der Frage befassen. Am 4. und 5. November findet auf dem Münchner Messegelände der CSU-Parteitag statt. Hintergrund des Hin und Hers ist der Streit um die Flüchtlingspolitik. Die CSU würde, wenn sie Merkel nicht einlädt, mit der jahrzehntelangen Tradition brechen, den CDU-Kanzler zu ihrem Parteitag einzuladen.

dpa

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