Beide verändern ihr Verhalten

Coronavirus-Alarm im Kanzleramt: Aktion zeigt - Virus-Angst ist auch bei Merkel und Seehofer angekommen

Das Coronavirus greift in Deutschland um sich und hat auch Berlin erreicht. Auch Horst Seehofer und Angela Merkel haben ihr Verhalten mittlerweile an die Krankheitswelle angepasst.

  • Das Coronavirus* breitet sich weiter aus.
  • Auch in der Bundespolitik fürchtet man eine Infektion.
  • Horst Seehofer verweigerte Angela Merkel sogar den Handschlag.

Berlin- Das Coronavirus ist weltweit auf dem Vormarsch. In Italien, der Schweiz und eben auch in Deutschland gibt es immer weitere Infizierte. Und auch die Angst vor einer Ansteckung mit der Wuhan-Grippe zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. 

Auch in der Bundespolitik ist der Gedanke an das Coronavirus offensichtlich bei den Akteuren angekommen. Da überlegt man sich jeden Körperkontakt zweimal. Zumindest ist dies offensichtlich bei Bundesinnenminister Horst Seehofer so.

Coronavirus erreicht Berlin: Seehofer und Merkel ändern ihr Verhalten

Er traute sich zumindest eine Sitzung mit Vertretern von Migrationsorganisationen anlässlich des 11. Integrationsgipfels ins Bundeskanzleramt. Dabei erinnerte sich Seehofer offenbar an die Verhaltensrichtlinien, die zur Vermeidung einer Corona-Infektion herausgegeben wurden. 

An dem Treffen in Berlin nahm am Montag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teil und wollte Seehofer wie gewohnt zur Begrüßung die Hand schütteln. Die Kanzlerin ging mit ausgestreckter Hand auf den Innenminister zu. Doch Seehofer fühlte sich offensichtlich etwas bedroht - wohl weniger von Merkel, als vom Coronavirus. Der CSU-Mann hob abwehrend die Hände in die Luft und verweigerte den Handschlag.

Merkel nimmt Seehofers Ablehnung mit Humor - Coronavirus-Alarm

Was in normalen Zeiten ein absoluter Affront wäre, ist aktuell offenbar der Usus und akzeptabel, denn: Angela Merkel fühlte sich von der Aktion keinesfalls angegriffen. Die Kanzlerin nahm es mit Humor, lächelte und hob ihrerseits beide Hände in Abwehrhaltung in die Luft. Sie und Seehofer brachen nach der Aktion beide in Lachen aus. Dazu muss man wissen, dass Merkel auch auf vorangegangenen Terminen Gastgebern ihrerseits den Handschlag „verweigerte“.

Merkel und Seehofer beim 11. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt.

Um eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden wurden mittlerweile Verhaltensregeln herausgegeben. Darunter fällt auch Körperkontakt möglichst zu vermeiden und auf Hände schütteln wo immer es geht zu verzichten. Auch der Fußball-Verein 1860 München hatte in der vergangenen Woche als einer der ersten Vereine eine Direktive herausgegeben, wonach Angestellte und Spieler auf den Händedruck verzichten sollten. 

Das Coronavirus hatte zudem erst kürzlich Berlin erreicht. Am schlimmsten hat es in Deutschland allerdings den Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen erwischt. Hier gibt es nach dem Karneval die meisten Infizierten. 

rjs

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Bernd von Jutrczenka

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

EMA gibt grünes Licht für Corona-Pille von Pfizer
EMA gibt grünes Licht für Corona-Pille von Pfizer
EMA gibt grünes Licht für Corona-Pille von Pfizer
Hamburger Polizei verbietet erneut Corona-Demonstration
Hamburger Polizei verbietet erneut Corona-Demonstration
Hamburger Polizei verbietet erneut Corona-Demonstration
So schauen EU-Länder auf die Impfpflicht
So schauen EU-Länder auf die Impfpflicht
So schauen EU-Länder auf die Impfpflicht
„Das ist unverzeihlich“: Kardinal Marx verkündet personelle Konsequenz in München – Betroffene enttäuscht
„Das ist unverzeihlich“: Kardinal Marx verkündet personelle Konsequenz in München – Betroffene enttäuscht
„Das ist unverzeihlich“: Kardinal Marx verkündet personelle Konsequenz in München – Betroffene enttäuscht

Kommentare