PK in Berlin

Corona-Impfung: Astrazeneca nur, damit die „Leute in Urlaub fahren können“?

Die Corona-Inzidenzen sinken langsam. 30 Prozent der Menschen in Deutschland sind geimpft. Was Jens Spahn und Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz berichten, lesen Sie hier.

  • Gesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler über die Fortschritte gegen die Corona*-Pandemie.
  • 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben eine Erstimpfung.
  • Alle Neuigkeiten von der Pressekonferenz im News-Ticker.

Die Pressekonferenz ist beendet.

Corona-Impfung - Astrazeneca nur, damit die „Leute in Urlaub fahren können“?

+++ 11.20 Uhr: Wieler betont die Bedeutung, auch Kinder impfen zu können. Sie seien ungeschützt - im Gegensatz zu den Eltern. Notwendig sei hierfür die Zulassung vom Impfstoff Bointech. Hier würden Kinderärzte eine Rolle spielen.

Weiter wird der digitale Impfpass fälschungssicher sein, sagt Spahn. Allerdings sei der digitale Impfpass nicht verpflichtend.

+++ 11.05 Uhr: Jens Spahn verteidigt erneut die Ausgangsbeschränkung. Es sei immer um das Gesamtpaket gegangen und darum, die Mobilität zu reduzieren. Gleichsam verteidigt er die Priorisierung, auch wenn „natürlich“ verständlich sei, dass Familien mit Kindern in ihren Alltag zurückwollen.

Man müsse, so Wieler, achtsam bleiben, die Corona-Pandemie sei nach wie vor weltweit in vollem Gange. „Wenn alles gut läuft, können wir die Pandemie in diesem Jahr kontrollieren.“ Man lasse sich „von Vorsicht“ leiten, ergänzt Jens Spahn.

+++ 10.50 Uhr: Jens Spahn betont auf Nachfrage den Nutzen von Astrazeneca. Die Unterstellung zunächst: Wird Astrazeneca nur deshalb für alle freigegeben, damit die „Leute in Urlaub“ fahren können? Doch gibt es überhaupt genug Impfstoff? Astrazeneca gehe nur noch in die Arztpraxen, in Impfzentren fänden nur noch Zweitimpfungen statt. Aber generell werde der Bedarf gedeckt.

Corona-Impfung - Wieler: „Keine Entspannung auf Initensivstationen in Sicht“

+++ 10.40 Uhr: Astrazeneca ist weiteres Thema: „Ich kenne viele, die sich mit Astra impfen lassen wollen“, sagt Spahn. Allerdings sei ein Problem, dass die Zweitimpfung zu spät erfolge. Allerdings: Je länger jedoch der Zeitraum sei zwischen den Impfungen, desto besser sei der Schutz.

Wieler betont, dass es aktuell noch keine Entspannung auf den Intensivstationen gebe.

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Corona-Impfung: „Es gibt geistiges Eigentum“ - Spahn zu der Frage des Patentschutzes

+++ 10.25 Uhr: Jens Spahn äußert sich zum Patentschutz. Die Frage sei nicht die von Aushöhlung des Schutzes, sondern eine Frage der Kompetenz. Auch gehe es in erster Linie um die Produktkapazitäten. Gibt es die nicht in Afrika, fragt der Journalist vom ZDF.

Deutschland engagiere sich, aber mit Innovationen und Entwicklungen müsse „verantwortlich“ umgegangen werden. Auf die konkrete Frage, warum Indien beispielsweise nicht Impfstoff produzieren darf: „Es gibt geistiges Eigentum“. Allerdings sei das nicht die Debatte, Kooperationen würden natürlich generell möglich gemacht.

Corona: Wieler betont Bedeutung des R-Wertes - „Nicht zu viele schnelle Schritte auf einmal“

+++ 10.15 Uhr: Lothar Wieler betont die Bedeutung des R-Wertes, der stabil unter 1 bleiben müsse. Man habe das „gemeinsam“ geschafft, was am Wetter, aber auch an den Impfungen liegen könne. Vor allem an dem Kraftakt der kontaktreduzierenden Maßnahmen. Auch Wieler plädiert dafür, nicht ungezügelt zu lockern.

Eine Impfquote von 80 Prozent könnte die Pandemie unter Kontrolle bekommen, bis dahin: „Nicht zu viele schnelle Schritte auf einmal machen.“

Corona-Lage: Spahn warnt trotz sinkender Zahlen vor Lockerungen - Deutschland auf „Überholspur“

+++ 10.10 Uhr: Jens Spahn vermutet, dass die „dritte Welle“ gebrochen sei und betont die Notwendigkeit der Notbremse. Vorschnelle Lockerungen seien aber aktuell keine Option. Auch der Bundesrat habe die Öffnung für Geimpfte und Genesene beschlossen. Im Impfen befinde sich Deutschland auf der Überholspur, analöog zum „Elfmeterschießen“.

Die letzten Wochen seien hart gewesen, dennoch sei man im Gesundheitswesen zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen. Spahn plädiert für das ‚gemeinsame‘ Durchhalten, man dürfe das erreichte nicht verspielen. Arztpraxen sollen vermehrt mit Astrazeneca impfen.

Jens Spahn.

Corona-Lage entspannt sich: Jens Spahn und Lothar Wieler geben Auskunft

Berlin – Wie kommt Deutschland aus der Corona-Pandemie heraus? Wie steht es derzeit? Um diese Fragen wird es am heutigen Freitag (07.05.2021) um 10 Uhr in der Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn* (CDU*) und dem Präsidenten des Robert-Koch-Institutes (RKI) Prof. Dr. Lothar Wieler gehen.

Die aktuellen Zahlen* geben zumindest etwas Grund zur Hoffnung. Zwar liegt der bundesweite Schnitt noch immer jenseits der entscheidenden Sieben-Tage-Inzidenz von 100, mit 125,7 am Freitag liegt der jedoch deutlich unter den Werten der vergangenen Wochen. Kontinuierlich ist die Inzidenz gesunken, immer mehr Kreise schaffen es, ihre Inzidenz unter 100 zu drücken und damit die im Infektionsschutzgesetz verankerten Regeln der „Corona-Notbremse“ außer Kraft zu setzen.

Corona in Deutschland: Spahn und Wieler über sinkende Inzidenzen und niedrige Reproduktionszahl

Auch die so wichtige Reproduktionszahl, also die durchschnittliche Anzahl an Menschen, die eine mit dem Coronavirus infizierte Person ansteckt, liegt nun deutlich unter dem wichtigen Wert von 1,0. Faktisch bedeutet dies, dass sich immer weniger Menschen mit dem Virus anstecken und dieses dann auch an weniger Menschen verbreiten.

Beim Impfen wurde am Donnerstag (06.05.2021) ein weiterer Meilenstein* erreicht, was für Spahn und Wieler auch ein Grund zur Freude sein dürfte: 30,6 Prozent der Menschen in Deutschland hat nun mindestens eine erste Dosis eines der Impfstoffe* gegen das Coronavirus erhalten. Den vollen Impfschutz, bei Astrazeneca* und Biontech/Pfizer* ist dies erst nach der zweiten Impfung, haben bislang 8,6 Prozent der Bevölkerung.

Deutschland: 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben nun die Erstimpfung

Allein am Mittwoch (05.05.2021) wurden etwa 1,1 Millionen Impfungen (1.092.765) deutschlandweit gemeldet. Dies war bislang der zweite Tag, an welchem die Grenze von einer Million Impfungen pro Tag überschritten wurde. Der Höchstwert war eine Woche zuvor erreicht worden (28.04.2021). Damals waren 1.116.608 Menschen geimpft worden.

Am Ende dieser Woche wollen Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Wieler nun einen Überblick über die Fortschritte liefern. Schwerpunkte werden wohl die aktuelle Infektionslage, der Impffortschritt und die Lockerungen für die immunisierten Bürger sein. Los geht es um 10 Uhr. Zunächst werden Spahn und Wieler über die Corona-Lage in Deutschland sprechen, dann werden die Journalist:innen ihre Fragen stellen. (als) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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