Pandemie

Inzidenz über 1000: Das sind die Corona-Hotspots in Deutschland

Coronavirus - Patienten auf Intensivstation in Italien
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In der Omikron-Welle steigt die Ansteckungsrate von Corona weiter steil an. (Symbolbild)

Erschreckende Inzidenzen über 1000 weisen in Deutschland gleich mehrere Städte und Kreise auf. Doch wo ist Corona besonders verbreitet? Eine Übersicht.

Kassel – Der einstige Corona-Hotspot* Sachsen hat inzwischen den niedrigsten Inzidenzwert bundesweit. Auch Thüringen liegt nach Negativrekorden im Spätherbst nun weit unter dem Bundesschnitt, ebenso wie Sachsen-Anhalt. Dies geht aus den am Freitag (14.01.2022) veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Forscher sehen das aber nur als Atempause. „Spätestens Ende Januar erwarten wir einen Wiederanstieg“, sagte der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dass es auch ganz anders geht zeigen Inzidenzen über 1000 in einigen Kreisen und Städten.

Inzidenz über 1000: Bremen an der Spitze der Corona-Hotspots in Deutschland

In Bremen liegt die Inzidenz weit über 1000. In der Stadt Bremen gilt deshalb die neu eingeführte Warnstufe vier. Dabei sind Gastronomie, Kultur und Sport im Grunde nur für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Test (2G plus) zugänglich. In Bremerhaven sind die Werte der Ansteckungen und Krankenhauseinweisungen niedriger. Dort gilt die Warnstufe zwei mit weniger Auflagen.

Neben Bremen kämpfen aber auch weitere Städte und Kreise mit Inzidenzen, die die 1000 überschreiten:

  • Berlin Friedrichshain-Kreuzberg: Inzidenz 1644,3 / 7-Tage-Fallzahl 4591
  • Bremen: Inzidenz 1498,5 / 7-Tage-Fallzahl 8490
  • Berlin Neukölln: Inzidenz 1418,5 / 7-Tage-Fallzahl 4518
  • Berlin Mitte: Inzidenz 1353,5 / 7-Tage-Fallzahl 5070
  • Delmenhorst: 1247,7 / 7-Tage-Fallzahlen 967
  • Berlin Reinickendorf: Inzidenz 1190,5 / 7-Tage-Fallzahl 3092

Quelle: Dashboard des RKI, Stand 16.01.22, 06.44 Uhr

Inzidenz über 1000: Berliner Gesundheitssenatorin rechnet mit starkem Anstieg der Zahlen

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote rechnet mit einem weiteren schnellen und starken Anstieg der Corona-Infektionen durch die Virusvariante Omikron. „Wir werden kurzfristig die 1000er-Inzidenz überschreiten“, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag (13.01.22) im Abgeordnetenhaus.

„Omikron bringt mehr Infizierte als frühere Wellen“, so Gote weiter. Das werde auch jeder bei sich oder in seinem Umfeld spüren. Gute Freunde und Freundinnen, die aufgepasst und alles gegen eine Corona-Infektion getan hätten, würden sich dennoch anstecken. „Das wird uns allen so gehen“, sagte Gote.

Corona-Inzidenz über 1000: Regeln müssen ständig angepasst werden

Deshalb sei es nötig, den Umgang mit Corona ständig anzupassen, so die Gesundheitssenatorin mit Blick auf Maßnahmen wie die neuen Regeln. In der Gastronomie und bei Veranstaltungen haben ab Samstag (15.01.22) nur noch Geboosterte (dreifach Geimpfte) sowie doppelt Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Test Zutritt. „Ich sage hier: Eigentlich kann man sich heute nur noch als vollständig geimpft fühlen und bezeichnen, wenn man auch geboostert ist“, so Gote. „Boostern macht den Unterschied.“

Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal The Pioneer: „Es wird sehr schwer sein, das ist klar.“ (Luisa Weckesser mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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