Nach Streit mit Erdogan

Cem Özdemir warnt vor erneutem türkischen Wahlkampf in Deutschland

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Grünen-Politiker Cem Özdemir will kein Redeverbot für Erdogan, aber klare Vorschriften.

Einen Riesen-Streit hat es Anfang des Jahres um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland gegeben. Grünen-Politiker Özdemir fürchtet neue Querelen - und fordert klare Regeln.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat von der Bundesregierung klare Vorgaben für den bevorstehenden türkischen Wahlkampf im Deutschland gefordert. "Es wird vermutlich wieder den Versuch geben, diesen Wahlkampf in Deutschland stattfinden zu lassen", sagte der ehemalige Parteichef am Donnerstag dem Sender SWR. Die Bundesregierung müsse sich daher frühzeitig darauf einstellen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen für den 24. Juni angekündigt. Diesen waren eigentlich erst 2019 geplant.

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Erdogan schimpfte auf „Nazi-Methoden“

Im vergangenen Jahr hatte es während des Wahlkampf um ein umstrittenes Verfassungsreferendum in der Türkei erhebliche Konflikte um Auftritte türkischer Spitzenpolitiker und Minister vor Landsleuten in Deutschland gegeben. Einige Kommunen verboten Veranstaltungen unter Verweis auf Sicherheitsbedenken, Erdogan bezeichnete dieses Vorgehen unter anderem als "Nazi-Methoden".

Die Bundesregierung war damals dafür kritisiert worden, dass sie in der Angelegenheit keine politische Grundentscheidung traf, um Behörden vor Ort zu entlasten. Das dürfe sich nicht wiederholen, betonte Özdemir nun im SWR. Es dürfe nicht sein, dass Länder und Kommunen vom Bund "alleingelassen werden". Ein Redeverbot für Erdogan lehnte der Bundestagsabgeordnete allerdings ab. Dies werde dessen Selbstinszenierung als angebliches Opfer stärken.

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afp

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