Bouillon spricht sich für Reduzierung der Flüchtlingszahlen aus 

Flüchtlingszuzug: CDU-Minister sieht inneren Frieden bedroht

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Sollte es nicht zu einer Reduzierung der Flüchtlingszahlen kommen, dann "werden wir integrationspolitisch scheitern" - das meint Saarlands Innenminister Klaus Bouillon. 

Berlin - Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU), sieht den inneren Frieden wegen des starken Zuzugs von Flüchtlingen in Gefahr.

Sollte die Zahl der Zuziehenden nicht deutlich sinken, "dann wird sich Deutschland verändern, dann bekommen wir Unruhen, sozialen Unfrieden", sagte Bouillon der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe). 

Skeptisch äußerte sich Bouillon zur Flüchtlingspolitik seiner Parteikollegin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auf die Frage, ob Merkels Ansatz gescheitert sei, sagte er: "Noch nicht, aber es wird eng, wenn der Zustrom so weitergeht." Sollte es nicht zu einer "Reduzierung der Flüchtlingszahlen" kommen, dann "werden wir integrationspolitisch scheitern". 

Bouillon fordert klares Signal 

Der CDU-Landesminister forderte, dass "Deutschland endlich weltweit das klare Signal setzt, dass bei uns eine faktische Grenze der Integration in Sicht ist". Die Forderung nach einer jährlichen Obergrenze für Flüchtlinge wird in der großen Koalition in Berlin derzeit vor allem von der CSU erhoben. Merkel lehnt sie bislang ab, sie setzt auf eine europäische Lösung zur Verteilung der Flüchtlinge.

afp

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