Vor der Bundestagswahl 2021

Umfrage-Rückschlag für Kanzlerkandidat Scholz - Grüne ziehen an der SPD vorbei

Olaf Scholz von der SPD blickt skeptisch in die Ferne
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Olaf Scholz will die SPD aus dem Umfragetief holen.

Die SPD geht mit Olaf Scholz in die Bundestagswahl 2021. Eine Umfrage beschert der Partei einen Rückschlag. Nutznießer ist ein Ex-Koalitionspartner der Sozialdemokraten.

  • Bis zur Bundestagswahl 2021 will die SPD wieder aus dem Umfragetief.
  • Es soll mindestens zur zweiten Kraft unter den deutschen Parteien reichen.
  • Doch eine aktuelle Erhebung versetzt den Sozialdemokraten einen Dämpfer.

Berlin - In einem knappen Jahr wählt Deutschland eine neue Regierung. Am 24. Oktober 2021 finden die nächsten Bundestagswahlen statt.

Ob die aktuelle Große Koalition aus CDU*/CSU* und SPD* weiterregieren wird, ist noch unklar. Sowohl Union als auch Sozialdemokraten würden andere Bündnisse bevorzugt eingehen.

Bei den Christdemokraten wird sich Kanzlerin Angela Merkel* 2021 nach 16 Jahren als Regierungschefin zurückziehen. Wer sich um ihre Nachfolge bewirbt, ist noch offen. Die CDU-Politiker Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen zählen zu den Kandidaten, ebenso wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Die SPD hat im Gegensatz zu den Christdemokraten mittlerweile ihren Kanzlerkandidaten bekannt gegeben. Mit Olaf Scholz soll es wieder aufwärtsgehen, der Bundesfinanzminister soll die Wähler mobilisieren.

Sogar frühere Gegner wie Juso-Chef Kevin Kühnert sagten Scholz ihre Unterstützung öffentlich zu. Doch eine aktuelle Umfrage versetzt den Ambitionen der Partei einen Dämpfer. Demnach sind die Grünen in der Wählergunst wieder an der SPD vorbeigezogen.

Bundestagswahl 2021: Grüne ziehen in Umfrage an SPD vorbei

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte für die Bild am Sonntag insgesamt 1597 wahlberechtigte Personen. Von ihnen würden 18 Prozent Bündnis 90/Die Grünen* ihre Stimme geben, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre.

Damit wären die Grünen (plus zwei Prozent) wieder die zweitstärkste Kraft hinter der CDU/CSU, die unverändert bei 36 Prozent liegt. Dagegen verliert die zuvor zweitplatzierte SPD einen Punkt und kommt damit nur noch auf 16 Prozent.

Bei den übrigen Partein legt die AfD einen Punkt zu (11 Prozent), die Linke verharrt bei 8 Prozent, die FDP büßt einen Zähler ein und steht bei 6 Prozent. (kh/dpa) Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Video: Scholz beliebter als CDU-Kandidaten – nur gegen Söder hat er keine Chance

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