Umstrittene Ausstellung

Bundesregierung: Holocaust-Karikaturen im Iran "säen Hass"

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Ein Besucher der "Second Holocaust International Cartoon Exhibition" in Teheran.

Berlin/Teheran - In Teheran werden derzeit Karikaturen über den Holocaust gezeigt. Die Bundesregierung verurteilt die Ausstellung mit ungewöhnlich scharfen Worten.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes reagierte am Mittwoch in Berlin mit „großem Unverständnis“ auf den Bilder-Wettbewerb, der den Holocaust für Kritik an Israel nutzt. „Die Ermordung von sechs Millionen Männern, Frauen und Kindern während des Holocausts, für den wir Deutsche Schuld und Verantwortung tragen, darf nicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden“, betonte der AA-Sprecher. Zudem beklagte er, dass eine solche Ausstellung „Hass sät und die Gräben in der Region nur vertieft“.

Nach Angaben des Veranstalters nehmen Zeichner aus 50 Ländern mit 150 Karikaturen an der Ausstellung teil, die bis zum 30. Mai in Teheran zu sehen sein soll. Sowohl aus Israel als auch vom Internationalen Auschwitz-Komitee hatte es an der Schau massive Kritik gegeben.

dpa

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