Britische Economist Intelligence Unit

Denkfabrik: Ein US-Präsident Trump wäre ein globales Risiko

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Trump könnte laut einer britischen Denkfabrik einen Schatten auf die Weltwirtschaft werfen - vorausgesetzt er wird US-Präsident.

London - Eine US-Präsidentschaft von Donald Trump ginge nach Einschätzung einer britischen Denkfabrik mit einem erheblichen Risiko für die globale Sicherheit und die Weltwirtschaft einher.

In der Risikobewertung der renommierten Economist Intelligence Unit (EIU) wurde eine Präsidentschaft des republikanischen Bewerbers auf einem bis 20 reichenden nach Bedrohung steigenden Index bei zwölf eingestuft. Als die derzeit größte Bedrohung sieht die EIU einen wirtschaftlichen Einbruch in China an.

Economist Intelligence Unit nennt Gründe

Zur Begründung verweist die EIU in dem Bericht insbesondere auf Trumps abneigende Haltung gegenüber China, seine Ablehnung von Freihandelszonen und seine abfälligen Bemerkungen über Muslime im Zusammenhang mit islamischem Extremismus. Vor allem seine Forderung nach einem Einreisestopp für Muslime in die USA könnten dschihadistischen Gruppen als "starkes Werkzeug für Rekrutierungen" dienen.

Weiterhin verwies die EIU auf Trumps ablehnende Haltung zur Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta) sowie auf seine Äußerungen zu China, das er wiederholt als "Währungsmanipulator" gebrandmarkt hatte. In Gefahr sehen die EIU-Experten etwa die Transpazifische Partnerschaft (TPP), das im Februar unterzeichnete größte Freihandelsabkommen der Welt zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten. Mit dem Abkommen wollen vor allem die USA als weltgrößte Wirtschaftsmacht ihre Vormachtstellung gegenüber China sichern.

Denkfabrik befürchtet Handelskrieg

"Seine feindliche Haltung zum Freihandel, seine Distanzierung vor allem von Mexiko und China, könnte schnell in einen Handelskrieg münden", erklärte die EIU. Diese Risiken bestünden insbesondere in den Fällen einer Wirtschaftskrise oder eines terroristischen Anschlags in den USA, heißt es in dem Bericht.

Trump, der derzeit das Kandidatenfeld bei den Republikanern mit großem Vorsprung anführt, hatte im Sommer mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet. Eines der zentralen Wahlversprechen des populistischen Milliardärs ist der Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA. Mexiko gehört neben den USA und Kanada dem Nafta-Abkommen an.

AFP

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