Bericht: Union will Physiotherapeuten und Masseure besserstellen

+
Die Union will die Stellung von Physiotherapeuten nach einem Zeitungsbericht deutlich aufwerten. Foto: Patrick Pleul/Symbol

Berlin (dpa) - Die Union will die Stellung von Physiotherapeuten, Logopäden, Masseuren und anderen Heilmittel-Erbringern nach einem Zeitungsbericht deutlich aufwerten. Einem Papier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zufolge sollen sie nicht nur mehr Geld bekommen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Zudem sollen sie künftig auch frei und ohne ärztliche Vorgabe darüber entscheiden können, welche Anwendungen ihre Patienten brauchen. Die Union wolle sogar erproben lassen, dass sich Patienten auf Kassenkosten direkt an ihre Therapeuten wenden können, also ohne vorher zum Arzt zu gehen. Dies sei zum Beispiel in den Niederlanden und in Schweden möglich.

Hierzulande schreibe der Arzt dem Therapeuten vor, welche Anwendung der Patient erhalten solle. Dies führe häufig zu Konflikten, weil die Therapeuten oftmals andere Methoden für geeigneter halten, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Erste Erkenntnisse aus Feldstudien deuten laut Union zudem darauf hin, dass eine Blankoverordnung sogar Geld sparen würde: Wenn die Ärzte den Therapeuten keine Vorgaben machen, verringere sich die Zahl der Anwendungen. Studien zeigen laut Union auch, dass der Patient stärker von Leistungen profitiere, die etwa sein Physiotherapeut vorschlägt. Zudem erhöhe der breitere Entscheidungsspielraum auch die Zufriedenheit der Therapeuten mit ihrer Arbeit.

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul