Bericht: Schäuble nennt Stimmung an der CDU-Basis "dramatisch"

+
An der CDU-Basis brodelt es: Ein Plakat mit der Aufschrift "Flüchtlingschaos stoppen! Deutsche Kultur + Werte erhalten. Merkel entthronen!" bei einer Zukunftskonferenz der Partei. Foto: Peter Endig/Archiv

Berlin (dpa) - Angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Stimmung an der CDU-Basis nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" für "dramatisch" schlecht.

Den insbesondere von CDU-Generalsekretär Peter Tauber geschilderten großen Rückhalt in der Partei für die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe er nicht, habe Schäuble in der jüngsten Sitzung des CDU-Präsidiums geäußert. Wenn das neue Asylpaket nicht bald Wirkung zeige, werde das Verhältnis der Parteispitze zur Basis Schaden nehmen.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verteidigte Merkel gegen Kritik aus den eigenen Reihen. Für die Flüchtlingskrise gebe es keine einfache Lösung. "Deshalb macht es Angela Merkel richtig: Schrittweise geht sie voran - mit verschärften Maßnahmen im Inneren und mit Verhandlungen auf internationaler Ebene", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus". Widerstand in den eigenen Reihen gegen Merkels Kurs dürfe nicht überbewertet werden: "Es gibt in der Tat diese kritischen Stimmen in der Union, aber eben auch sehr, sehr viele, die den Kurs der Vorsitzenden unterstützen."

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
BKA: Rechtsextreme Reichsbürger könnten Terroraktionen durchführen
BKA: Rechtsextreme Reichsbürger könnten Terroraktionen durchführen