Zuschauer moniert Versäumnis

Bei Anne Will geht‘s um die Kohle-Milliarden: Eine Gruppe fehlt im Talk - freiwillig? 

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ARD-TAlk „Anne Will“

Bei Anne Will geht es am Sonntagabend ab 21.45 Uhr um die Frage „Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?“ Doch zuvor gibt es Ärger auf Twitter. 

  • Der ARD-Talk „Anne Will“ beschäftigt sich am Sonntag, 26. Januar, ab 21.45 Uhr mit Klimaschutz und Kohleausstieg. 
  • Es soll dabei auch um die Frage gehen: „Wer trägt die Kosten für Klimaschutz und Energiewende?“
  • Ein Nutzer regt sich auf Twitter über die Gäste auf - Laut Anne Will gibt es aber eine Berufsgruppe, die sich nicht in den Talk getraut hat. 

Berlin - Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat die Klimadebatte eine große Rolle gespielt. Unter anderem, weil US-Präsident Donald Trump die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg angriff und sie in den Augen einiger Beobachter gekonnt konterte. Doch auch inhaltlich wurde auf dem WEF intensiv über die konkrete Schritte für den Klimaschutz gestritten. Und dessen Umsetzung geht es bei „Anne Will“ in der ARD am Sonntagabend, 26. Januar, ab 21.45 Uhr: „Klimaschutz und Kohleausstieg – werden die Milliarden richtig investiert?“, heißt der Titel der Sendung.

Die Bundesregierung will für den Kohleausstieg Milliarden in die Hand nehmen. Ein zuvor initiierter Kohlekompromiss wird Kritikern zufolge nur sehr einseitig und industrielastig umgesetzt. 

Das Problem: Der Kompromiss sieht neben Hilfen für betroffene Arbeitnehmer auch Entschädigungen für die Kraftwerksbetreiber vor. Fragen, wie „Kommt das Geld bei den Richtigen an?“ oder „Wie brüchig ist der gesellschaftliche Konsens in der Klimapolitik?“ will Moderatorin Anne Will in ihrem ARD-Polit-Talk mit ihren Gästen erörtern. Nicht zuletzt soll auch debattiert werden: „Wer trägt die Kosten für Klimaschutz und Energiewende?“

„Anne Will“ (ARD): Das sind die Gäste der Sendung am Sonntag, 26. Januar:

  • Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  • Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender im Bundestag
  • Marie-Luise Wolff, Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft
  • Antje Grothus, Umweltaktivistin
  • Sebastian Lachmann, Industriekaufmann beim Energieunternehmen LEAG in Cottbus

Auf Twitter hat es bereits vorab Beschwerden über die Sendung gegeben. „Ein eminent ökonomisches Thema wieder ohne Ökonomen“, schreibt etwa ein User. „Ach komm, Anne Will“, schiebt er hinterher. Will reagiert auf ihrem privaten Twitter-Account und kontert: „Natürlich haben wir unter anderem die CEOs alle angefragt. Ist doch klar. Aber - ach komm (t keiner)“, schreibt Will. Scheinbar trauen sich die Entscheidungsträger betroffener Industrien die hitzige Debatte um den Klimaschutz nicht zu. 

Im Dezember ist der ARD-Talk „Anne Will“ mehrfach ausgefallen. Und das trotz Türkei-Angriff und Klima-Debatte. Zuvor musste Anne Will in einer Ausgabe auch knallhart durchgreifen - und ihren Gästen die Grenzen aufzeigen. Hitzig könnte es auch in der aktuellen Ausgabe von „Anne Will“ werden, wenn über das Thema „Wahlen in gefährlichen Zeiten - wie fest steht die Mitte?“ diskutiert wird. ARD-Talk am 8. März 2020: „Anne Will“ über das Coronavirus - „Wie berechtigt ist die Angst?“ Wegen des Coronavirus finden die Ausgaben von „Anne Will“ vorübergehend ohne Studio-Publikum statt.

Die Corona-Krise hat Deutschland im Griff - und ist Thema beim Talk von Anne Will (ARD). Es geht um die Frage, wie es weitergeht - unter anderem mit Peter Altmaier.

nai

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