"Falsche Anschuldigungen"

Syrische Kurden weisen Vorwürfe von AI zurück

+
Zerstörte Häuser in der nordsyrischen Stadt Kobane: Die PYD steht der PKK sehr nahe. Foto: Jan Kuhlmann/Archiv

Kobane - Die Horror-Berichte aus Syrien nehmen kein Ende. Gräueltaten werden auf allen Seiten verübt. Jetzt werfen Menschenrechtler auch Kurden schwere Verbrechen vor. Offenbar ist Rache ihr Motiv.

Die Kurden im Norden Syriens haben den Vorwurf zurückgewiesen, sie hätten Tausende Menschen vertrieben und ganze Dörfer niedergerissen.

Dabei handele es sich um "falsche Anschuldigungen", die auf unzuverlässigen Informationen basierten, sagte Kurden-Sprecher Idriss Nassan am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben allen Menschen die Rückkehr in ihre Gebiete gestattet, nachdem diese befreit worden waren."

Es seien nur einige festgenommen worden, die mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zusammengearbeitet und gegen das Gesetz verstoßen hätten, erklärte er weiter. Die nordsyrischen Kurden sind im Kampf gegen die Extremisten ein wichtiger Partner des Westens. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft ihnen Vertreibungen und Häuserzerstörungen vor. Sie beruft sich unter anderem auf Augenzeugenberichte und Satellitenbilder.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

AfD droht Aus bei der Bundestagswahl in NRW
AfD droht Aus bei der Bundestagswahl in NRW
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Verfassungsgericht: Gefährder dürfen abgeschoben werden
Verfassungsgericht: Gefährder dürfen abgeschoben werden
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul