Dschihadisten drohen mit Ermordung

Algerien: 1500 Soldaten suchen französische Geisel

Algier - Das algerische Militär sucht mit 1500 Soldaten nach einem von Dschihadisten entführten französischen Touristen. Die Islamistengruppe drohte mit der Ermordung der Geisel.

Das algerische Militär hat 1500 Soldaten für die Suche des von Dschihadisten entführten französischen Touristen abkommandiert. Im Einsatz seien Fallschirmjäger einer speziellen Anti-Terror-Einheit, berichtete das algerische Staatsradio Chaine 3 am Mittwoch. Sie würden im Dschurdschura-Gebirgsmassiv in Nordalgerien eingesetzt, um Entführer wie Geisel aufzuspüren.

Der entführte Franzose ist in der Hand einer Islamistengruppe in Algerien geraten, die sich von der Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) losgesagt und dem Islamischen Staat (IS) zugewandt hat. In einem am Montagabend veröffentlichten Video droht die Jund al-Khilafa („Soldaten des Kalifats“) genannte Gruppe mit der Ermordung der Geisel, wenn Frankreich seine Angriffe gegen die IS-Miliz im Irak nicht einstelle.

Die Regierung in Paris will sich auf keine Verhandlungen einlassen. „Eine Terrorgruppe kann Frankreichs Haltung nicht verändern“, sagte Außenminister Laurent Fabius am Montag auf einer Pressekonferenz in New York. Frankreich fliegt seit letztem Freitag Lufteinsätze gegen IS-Stellungen im Irak.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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